31. Januar 2007

Nächtliche Putzaktion

Abgelegt unter: Tierisches — Jung Ewig Sucht @ 11:43

Bin heute Nacht, es war kurz vor 3 Uhr, durch Kimbas jämmerliches Winseln aufgewacht. Es stank wie die Pest im Schlafzimmer und als ich das Licht anmachte, sah ich den Grund für diesen üblen Geruch. Kimba lag völlig erschöpft und zitternd in seinem Korb, überall im Raum Hundescheiße.  Der Arme hatte Durchfall und es wohl nicht mehr geschafft, mich rechtzeitig zu wecken. Bin sofort raus aus dem Bett ( dabei noch schön in die Scheiße getreten) und so wie ich war in Schlafklamotten, raus mit ihm auf die Wiese. Auf dem Weg nach unten kam es schon wieder aus ihm rausgeschossen, die ganze Treppe voll :-( . Bin dann erstmal 20 Minuten mit ihm über die Wiese um sicher zu gehen, das jetzt auch alles raus war. Zurück im Haus hab ich ihn dann auf seiner Matte im Wohnzimmer Platz machen lassen und mich ans putzen gemacht. Schöne Scheiße, im wahrsten Sinne des Wortes. Mußte mir einen Schaal um die Nase binden, so eklig war dieser Gestank. Bin nur froh, das ich in allen Räumen Laminat habe und die Treppe aus Stein ist. Irgendwann, es war schon nach 5, war ich dann fertig mit der Aktion. Alles wieder sauber aber den Gestank bekomme ich so schnell wohl nicht aus der Hütte. Hab mich danach dann zu Kimba auf die Matte gelegt um ihm ein bißchen Nähe zu geben. Er tat mir richtig leid so elend wie er da lag und ich konnte ihm regelrecht ansehen, das er Schmerzen hatte. Bin irgendwann dann neben ihm eingeschlafen und erst kurz vor 8 Uhr wieder aufgewacht. Gewaschen, angezogen, im Büro angerufen und gesagt das ich einen Tag Urlaub brauche, mit Kimba nochmal auf die Wiese und dann ab zum Tierarzt. Er stellte einen Magen-Darm-Infekt fest und verabreichte erstmal eine Spritze. Zudem muß Kimba einige Tage Antibiotika nehmen und bekommt nur Schonkost.  Der Doc sagte, das Golden Retriever in seinem Alter dafür anfällig seien und ich nun öfter damit rechnen könnte. Bei den ersten Anzeichen soll ich sofort seine Ernährung umstellen und nur noch Reis und Hüttenkäse füttern. Naja, ich bin nur froh das Kimba nichts Schlimmeres hat und hoffe er ist bald wieder fit. Er liegt jetzt hier neben mir im Arbeitszimmer und holt seinen Schlaf nach. Die Nacht hat ihm viel Kraft gekostet.     

10 Kommentare »

  1. Armer Kimba! :( Da wünsch ich ihm mal gute Besserung, auch wenn er das hier leider nicht lesen kann.
    Was das Wegputzen angeht: das sind so die Schattenseiten eines Haustierbesitzer-Daseins. :-/

    Unsere (also die meiner Familie) Hündin hatte damals, vor etlichen Jahren, eine ganz schlimme Entzündung im Unterleib. Das aber wussten wir nicht, und als wir eines Tages mal heimkamen, lagen Dinge auf dem Teppich, die absolut nicht schön aussahen! Und auch nicht mehr als “Kotze” o.ä. zu definieren waren. (Klar, dass sie sich die beiden Teppiche und nicht die Fliesen ausgesucht hatte, nech.)
    Das war wirklich ganz schlimm. Aber es muss ja nun mal weggemacht werden. Und der Hund kann ja nicht wirklich was dafür. (Es gab dann übrigens eine Not-OP, bei der ihr alles wichtige im Unterleib entfernt werden musste.)

    Kommentar von Steffi — 31. Januar 2007 @ 12:54

  2. Werd Kimba deine Genesungswünsche ausrichten Steffi :-) . Danke Dir. Das mit Eurer Hündin tut mir sehr leid. Ging es ihr nach der OP denn wieder besser? Lebt sie noch? So ein Tier wächst einem richtig ans Herz und es wird, zumindest bei mir ist es so, ein vollständiges Familienmitglied. Wenn man sich dazu entschließt sich ein Tier anzuschaffen, dann übernimmt man auch eine große Verantwortung und es ist klar, das es nicht immer einfach und schön ist. Tiere können genauso erkranken wie wir Menschen, nur das sie dann völlig hilflos und auf uns angewiesen sind. Ich leide jedesmal wenn es Kimba schlecht geht richtig mit und bin immer ganz durch den Wind.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 31. Januar 2007 @ 13:16

  3. Ja, genau so ist es. So ein Tier wird wirklich zum Familienmitglied, und man hängt sehr daran.
    Die OP ist damals gut verlaufen, und insgesamt hatten wir fast neun Jahre lang Freude an unserer unglaublich lieben Hündin!
    Zum Schluss versagten leider ihre Nieren, und eine Lähmung der Hinterbeine kam auch noch hinzu. :( So blieb leider nichts anderes übrig, als sie einschläfern zu lassen. Einer der schlimmsten Tage meines Lebens, das kann ich wohl sagen. :(

    Kommentar von Steffi — 31. Januar 2007 @ 13:28

  4. Das ist so ziemlich mit das Schlimmste was ich mir vorstellen kann. Die Entscheidung darüber, das Leben seines Tieres ein Ende zu setzen. Ich weiß, das es in einem solchen Fall das einzig Richtige ist um die Qualen des Tieres zu beenden. Alles andere wäre reiner Egoismus und nicht zum Wohle des Tieres. Mein Kimba wird in diesem Jahr 9 Jahre alt und ich hoffe so sehr, das noch viele schöne Jahre mit ihm gemeinsam folgen werden. Er ist wirklich ein Traumhund. Mag gar nicht dran denken, das er eines Tages mal nicht mehr bei mir sein wird.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 31. Januar 2007 @ 13:40

  5. Oje, dann wünsche ich Kimba gute Besserung.

    Im Dezember hatte meine Katze eine Blasenentzündung und ging alle 2 Stunden auf die Toilette. Dadurch wurde ich natürlich wach und nach ihrem Gang zur Toilette kam sie dann wieder ins Bett und hat sich ganz eng an mich gekuschelt. Dann hat sie natürlich einige Streicheleinheiten gebraucht und nach 3 Tagen resp. Nächten war ich dann völlig fertig und heidenfroh dass die Antibiotika ihre Wirkung getan haben. Und wie das mit dem Durchfall ist kenn ich auch…

    Kommentar von Miriam — 31. Januar 2007 @ 13:51

  6. Lieben Dank Miriam.
    Was die Nähe betrifft sind Tiere uns Menschen doch sehr ähnlich. Ich persönlich finde die Treue und Anhänglichkeit meines Hundes sehr schön. Bei mir darf er auch mal auf die Couch oder ins Bett, wenn ihm danach ist :-) .

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 31. Januar 2007 @ 14:04

  7. Ich wünsche Dir natürlich, dass Du und Kimba noch viele schöne, gemeinsame Jahre verleben werdet! :)

    Kommentar von Steffi — 31. Januar 2007 @ 14:33

  8. Da bin ich mir gaaaanz sicher :-)

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 31. Januar 2007 @ 14:36

  9. Ja Tiere bereichern unser Leben und man zögert nicht lange wenn es ihnen schlecht geht. Man leidet und freut sich mit und ich k nn auch nichts anders schreiben wie meine Vorgänger – sie sind wie ein Familienmitglied! Ich kann mich auch nur an schöne Zeiten erinnern was Tiere angeht. Unser damalige Airedaleterrier wurde ganz unruhig als mein Bruder heiratet und wir alle zum feiern gingen. Um 23:00 sagte ich zu meiner Schwester ich fahre mal nach Hause und schau was der Hund macht und siehe da Treppe rauf und runter geschi….! Sie hatte Panik weil sie die ganze Situation nicht einordnen konnte. Sie hatte kein Problem damit mal alleine zu bleiben aber man merkt sie haben eine Seele und wenn da mal was nicht paßt kann sowas auch passieren. Und es war ihr sichtlich peinlich. Da nimmt man sein Putzzeug und macht es einfach weg und denkt auch nicht weiters drüber nach!

    Kommentar von Stehauffrauchen — 1. Februar 2007 @ 17:45

  10. @Stehauffrauchen
    Da kann ich Dir nur beipflichten. Mein Hund hat zum Beispiel eine sehr sensible Seele. Wenn etwas nicht so abläuft wie er es eigentlich kennt und gewohnt ist, wird er völlig unruhig und nervös. Bekommt er nicht genug Beachtung bzw. Streicheleinheiten, dann ist er richtig eingeschnappt und ignoriert mich. Muß mich dann erst wieder bei ihm einschleimen :-) . Man lernt sein Tier ja im Laufe der Zeit immer besser kennen und weiß sein Verhalten auch besser einzuschätzen. Umgekehrt gilt genau das Gleiche.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 2. Februar 2007 @ 01:00

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