Kurze Reise in die Vergangenheit

Bei BeGu und Miri habe ich dieses Stöckchen gesehen und möchte mich auch mal daran versuchen :-).

1. Vor 1 Jahr?

Befand ich mich noch im Praktikum bei meinem derzeitigen Arbeitgeber. Ich war super nervös, aufgeregt und wollte unbedingt diesen Job. Zum 01. September bekam ich dann meine Festanstellung. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, das ich mit der Firma und vor allem mit meinem Chef großes Glück gehabt habe.

2. Vor 5 Jahren?

2002 musste ich zum zweiten Mal in meinem Leben für 6 Wochen in eine psychosomatische Klinik nachdem ich einen heftigen Zusammenbruch erlebt hatte. Ich kam wieder auf die Füße und hab weiter gekämpft. Kontaktabbruch zu meinen Eltern.

3. Vor 10 Jahren?

1997 wanderte meine damalige Freundin nach Amerika aus, um bei ihrem Vater zu sein. Habe sehr lange darunter gelitten da ich noch für keine Frau soviel empfunden hatte. Mein Glück: Kimba fand seinen Weg zu mir und wir haben uns beide sehr gut getan. Ebenso trennte ich mich 1997 von meinen langen Haaren, was ich anschließend zu tiefst bereut habe :-(.

4. Vor 15 Jahren?

1992 landete ich nach einem gescheiterten Selbstmordversuch das erste Mal in der Klinik. Denke es war auch eher ein Hilfeschrei als ein ernsthafter Versuch, mit allem schluß zu machen. Diese 6 Wochen in der Klinik taten mir sehr gut. Habe gelernt mich zu öffnen, über meine Ängste und Probleme zu reden, viele nette Menschen kennen gelernt und mich verstanden gefühlt. Denke gern an diese Zeit zurück.

5. Weißt Du noch etwas aus Deiner Kindheit? Wenn ja, was?

Natürlich, mir fallen ne Menge Dinge aus meiner Kindheit ein. Das meiste ist leider nicht so schön. Aber es würde hier jetzt den Rahmen sprengen wenn ich damit anfange und sicherlich möchte ich mich auch an vieles gar nicht mehr erinnern. Schönes gab es sicherlich auch, wie bspw. der Gewinn der Schulmeisterschaft im Dreikampf mit 9 Jahren oder der Gewinn eines Jugendtennisturniers auf Mallorca mit 11 Jahren.

12 Antworten auf „Kurze Reise in die Vergangenheit“

  1. Man man man…da hast du aber auch ein straffes Programm hinter dir… Aber schön das du heute im Vergleich zu manch anderer Zeit besser drauf bist, innerlich für dich…

    Lg Jörg

  2. Oh Du hast echt viel schlimmes erlebt.. Ich musste auch nachdenken und konnte die Gefühle von damals nachempfinden. Das schlimmste was mir passierte, war der schrecklich Tod meines Hundes. Ich wollte danach wirklich nicht mehr leben.
    Dieses Ereignis wurde damals zum Anlass genommen, mir so richtig eins reinzuwürgen, von wegen psychisch nicht belastbar und „war doch nur ein Hund..“ das verzeihe ich manchen Menschen nie!

  3. Haare kann man ja wieder wachsen lassen 🙂

    Du hast schon sehr viel durchgemacht. Ich denke haeufig an Dich, wenns mir mal nicht so gut geht. Weil neben Dir merk ich wieder, wie klein meine Probleme eigentlich sind. Aber ich bin meister im „aus Muecke Elefant machen“…

    Mach Du weiter so, Du wirst es schaffen! Niemand muss ungluecklich sein, jeder kann sich sein Glueck erschaffen.

  4. @Bea
    Da kann ich dich voll verstehen Bea. Mag gar nicht daran denken das Kimba eines Tages nicht mehr da sein wird. Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Bei Aussagen wie, „das ist doch nur ein Hund“, könnte ich total aus der Haut fahren. Er ist für mich ein vollwertiges Familienmitglied und bester Freund dazu. LG JES

  5. Hi Codo,
    ich würde mir nicht anmaßen zu sagen, das meine Probleme riesig oder größer als deine sind. Mit Sicherheit nicht. Für andere Menschen werden meine Dinge Peanuts oder Lapalien sein. Aber ich denke es geht auch nicht um groß oder klein, wer hat mehr oder wer hat weniger. Denke für jeden Menschen ist sein spezielles Problem(e) nunmal das Schwierigste, weil er eben genau damit nicht zurecht kommt. Natürlich sag ich auch die Probleme anderer sind viel größer und schwerwiegender als meine. Aber was nützt mir das und warum tue ich das? Nützen tut es mir gar nichts denn dadurch löse ich meine Probleme auch nicht besser. Im Gegenteil, es schadet mir sogar weil ich mich dadurch noch schlechter und wertloser fühle. Also Codo, für dich sind deine Dinge ebenso schwierig wie es die Meinigen für mich sind. Wir dürfen halt nur nicht aufgeben und müssen immer weiter an uns arbeiten. LG JES

  6. Da has Du sicher Recht JES. Aber ich erkenn so jeweils ganz gut, dass ich mal wieder aus Muecken Elefante mache, was gar nicht nötig wär. So bisschen in die Realität zurücksetzen.

    Aber natürlich sind die Probleme die man gerade hat für einen halt wirklich gross. Und sie lösen sich auch nicht damit, dass anderswo grössere Probleme vorhanden sind (unsere wären dann ja weg, da in Afrika immernoch Kinder verhungern…).

    Jep, weiter an uns arbeiten *smile*.

  7. Ja kann mich da auch nur anschließen, du hast echt eine Menge erlebt, aber wie man sieht bist du ein echter Kämpfer und gibst nicht auf, auch wenn es mal schwer und hart wird.
    Ich finde man sollte da ruhig egoistisch sein und sich auf seine Probleme konzentrieren und wenn man die im Griff hat, dann kann man sich anderen Problemen zuwenden.
    Aufjedenfall Hut ab, wie du das soweit gemeistert hast.

    Lg Chaosgott

  8. Hi Codo,
    so ganz abwegig finde ich es ja nicht was du geschrieben hast und für dich wird es ein Weg sein, der dir hilft deine eigenen Probleme besser zu lösen. Von daher ist es für dich gut und richtig, da es offensichtlich funktioniert. Wahrscheinlich bist du mir dahingehend schon weit voraus. LG JES

  9. @Chaosgott
    Ich danke Dir für Deinen Zuspruch. Leider kann ich selbst es nicht wirklich sehen oder fühlen, irgendetwas gemeistert zu haben. Von meinem Empfinden her schlage ich mich mehr schlecht als recht durchs Leben. Aber gut, wenn das weiterhin mein Weg sein sollte, werde ich ihn gehen. LG JES

Kommentare sind geschlossen.