27. Februar 2007

Ernährungsprobleme

Abgelegt unter: Gesundheit — Jung Ewig Sucht @ 19:44

Kürzlich habe ich mal angedeutet das ich unter Bulimie gelitten habe. Ist jetzt schon einige Jahre her. Die Geschichte ging  etwa 2,5 Jahre und ich bin Gewichtsmäßig von 105Kg auf 61Kg runter. Natürlich fand ich mich damit immer noch zu fett was bei einer Körpergröße von 1,87 Meter ja eigentlich nicht sein konnte. Man nimmt halt mit der Zeit ein völlig verschwommenes Selbstbild an.  Mir hat dann damals ein mehrwöchiger Klinikaufenthalt aus dem Soog geholfen, zu dem ich mich auf eindringliches Bitten meiner Schwester durchringen konnte. Heute bin ich natürlich froh darüber und kann mich auch wieder relativ normal ernähren, wobei hier mein Sport eine große Rolle spielt. Durch ihn regele ich letztlich die Art und die Menge der Nahrung, die ich zu mir nehme. Die Abhängigkeit des Sports hierbei ist natürlich nicht der richtige Weg und birgt seine Gefahren. Ist mir durchaus bewußt nur…., anders hab ich es nicht hinbekommen. Die Gefahr die dabei besteht, bekomme ich jetzt langsam wieder zu spüren. Seit meiner Kopf-OP letzten Freitag darf ich keinen Sport mehr machen und zwar so lange, bis die Wunde verheilt und die Fäden raus sind. Jetzt merke ich, das ich wieder verstärkt beginne Kalorien zu zählen, das ich die eine oder andere Mahlzeit weglasse, das ich Lebensmittel, die mittlerweile nicht mehr auf meiner Verbotsliste standen meide, das ich wieder 2x täglich auf die Waage steige. Scheiße, irgendwo ist das Programm von früher noch im Kopf abgespeichert. Muß jetzt stark aufpassen das es nicht wieder voll zu laufen beginnt. Gut ist wahrscheinlich das es mir jetzt schon selber auffällt und ich versuchen muß gegen zu steuern. Damals war es irgendwann wie ein Automatismus, eine Verhaltensweise die ich mir angelegt hatte und die immer wieder, wie von selbst ablief. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden was ich mir und meinem Körper damit überhaupt antat. Mit dem Glauben, ich hab dieses Problem im Griff, hab ich mir offensichtlich etwas vorgemacht. Naja, ich wollte das jetzt einfach nur loswerden. Wohl auch in der Hoffnung, mir selbst mein derzeitiges Verhalten bewußter zu machen und wieder daran zu arbeiten.      

25 Kommentare »

  1. Ist man denn von Bulimie irgendwann überhaupt mal komplett geheilt? Oder ist das eher so wie mit dem Alkoholismus?
    Ich habe mich noch nie intensiver damit befasst, daher frage ich.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du das gut durchstehst.

    Kommentar von Steffi — 27. Februar 2007 @ 22:09

  2. @Steffi
    Die Gefahr wieder damit anzufangen wird wahrscheinlich immer gegeben sein. Man hat das damals in der Klinik verglichen mit einem Computerprogramm welches auf der Festplatte installiert ist. Drückt man den Knopf, startet das Programm. Der Knopf ist in dem Fall der Grund bzw. die Ursache (psychischer Natur), die irgendwann mal dazu geführt hat, dieses Verhaltensmuster anzunehmen. Wenn also die Ursache nicht vollends behoben wird, besteht wohl immer die gefahr eines Rückfalls. Ich weiß nur das ich persönlich es noch nie völlig im Griff hatte, zumindest was die vernünftige Ernährung betrifft. Das gegessene Erbrochen hab jetzt schon länger nicht mehr.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 27. Februar 2007 @ 22:58

  3. Wenn man einmal von der Bulimie oder Magersucht weg ist dann muss man sein ganzes Leben lang aufpassen dass man nicht wieder in diesen Strudel hineingerät oder? Ich würde dir raten dass du, falls du merkst du kommst wieder nicht mehr alleine aus diesem Denken raus, unbedingt fachliche Hilfe holst. Denn sonst kann es je nachdem sehr schnell gehen und du bist wieder voll in der Bulimie drin.

    Kommentar von Miriam — 28. Februar 2007 @ 07:58

  4. Ich glaube, Du findest wieder Geschmack an das Leben, und es ist prima. Das Leben ist so kurz.
    Wenn Du einige Kilo zunimmst, ist nicht so tragisch.

    Kommentar von kisa_krysa — 28. Februar 2007 @ 08:35

  5. Dazu fällt mir nur ein Essen-Macht-Körper….

    Bei mir war es immer zu den Zeiten wo ich mich mies, schuldig und ungeliebt fühlte! Alss Kind kann man es einfach erklären, man stellt was an die Eltern bestrafen einen mit Liebesentzug und Kind isst nicht mehr, Kind isst nicht mehr, Eltern machen sich Sorgen und betütteln das Kind und siehe da das Kind isst wieder…Man hat einfach ein Druckmittel in kindlichen Augen ;)

    Jetzt bin ich erwachsen, jetzt kann ich herrvorragend mich unter Druck setzen… das ist zumindest meine Erklärung für mein Streckenweise verhalten mir gegenüber…Therapeuten beissen bei mir auf Granit, warum? kann ich Dir nicht beantworten…ich denke für mich hat es einfach wirklich nur was mit Macht über mich selbst zu tun…

    so long
    cleo

    Kommentar von Cleo — 28. Februar 2007 @ 09:51

  6. @Miriam
    Du hast recht und mir ist das auch sehr bewußt. Im Grunde muß bei mir noch einiges aufgearbeitet werden, was ich allein nicht schaffe. Dabei geht es nicht allein um die Bulimie, die im Grunde nur als Folgeerscheinung hinzu kam. Ich weiß das ich zu früh aufgehört habe mit Hilfe von Fachleuten an den Dingen zu arbeiten. Wenn ich soweit bin, werde ich wohl nochmal hineingehen.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 28. Februar 2007 @ 11:37

  7. @Cleo
    In manchen Dingen scheinen wir uns sehr zu ähneln. Schön nicht allein zu sein. Bei mir ist offensichtlich in der Kindheit einiges flasch gelaufen, was die Erziehung oder das Verhalten meiner Eltern betrifft. Ohne das ich da jetzt näher drauf eingehen möchte. 2 Schockerlebnisse im alter von 4 und 5 Jahren kamen noch hinzu, sodass ich sehr früh damit begonnen habe, mich als Fehler zu sehen und sehr starke Ängste zu entwickeln. Meine Eltern, ohne das ich ihnen jetzt dafür Vorwürfe mache, waren mit der Situation überfordert, hilflos und standen einfach nur daneben. So nahm meine Entwicklung seinen Lauf, in der ich mich völlig allein mit meinen Ängsten, Sorgen und Problemen fühlte. Als Kind verstehst du nicht was da mit dir passiert und dann ist da niemand, dem du dich anvertrauen kannst. Naja, es würde zu weit führen hier noch näher darauf einzugehen. Jedenfalls baute ich mir meine eigene Welt auf, wohl um mich selbst zu schützen. Das ging über viele Jahre hinweg und heute als erwachsener Mensch lebe ich zum größten Teil noch immer in dieser Welt. Nur jetzt als Gefangener meiner selbst. Ziemlich wirr was ich da schreibe oder? Kanns nur leider nicht in verständliche Worte bringen.
    Um aber nochmal auf die Eßstörrung zurück zu kommen. Das ging bei mir erst los als ich Anfang 20 war. Hab ja bereits sehr früh angefangen mich als Fehler zu sehen und nachdem ich in der Kochausbildung so zunahm, entwickelte ich einen regelrechten Körperhass. Einfach nur um mich zu bestrafen dafür, das ich mich hab so gehen lassen. Anfangs hab ich einfach nur weniger gegessen und eine imaginäre Verbotsliste angelegt auf der sämtliche Dinge standen, die ich nicht mehr essen durfte. Die Liste wurde immer länger und irgendwann gab es fast nichts mehr, was noch erlaubt war. Dann kam die Zeit, das ich Heißhungerattacken bekam und alles in mich reinstopfte was ich fand, egal zu welcher Uhrzeit. Klar das dann die Schuldgefühle und das Versagerdenken sofort zur Stelle waren. Also Finger in den Hals und raus mit der Scheiße. Irgendwann merkte ich dann, das ich auf diese Weise mein Gewicht unter Kontrolle halte. Zum erstenmal in meinem leben hatte ich das Gefühl ich selbst kann etwas kontollieren und hab etwas im Griff. So betrieb ich das denn halt fast 2,5 Jahre lang, wobei ich später nicht mal mehr einen Finger brauchte um zu erbrechen. Ich hatte vom Gefühl her die absolute Macht und Kontrolle über meinen Körper. Von meinem Denken her konnte ich endlich etwas Leisten. Wird für die meisten Menschen unverständlich und irreal klingen aber so ist es nunmal. Hab jetzt weiter ausgeholt als ich es eigentlich wollte. Aber ich schäme mich dessen nicht mehr und denke, es ist ok für mich.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 28. Februar 2007 @ 12:31

  8. ich denke schämen brauchst Du Dich für gar nichts ;)

    Und erklärt hast Du es sehr gut ;)

    Ich finde es sehr positiv, dass Du darüber schreiben kannst und DIch somit ja auch ein stückweit zugänglicher machst! Bulemie ist eine Suchterkrankung und das ist den wenigstens wirklich bewußt, alle reden über die Krankheiten bei zu dicken Menschen, dabei sind magersüchtige viel schneller “krank” nämlich nicht nur körperlich sondern auch Psychisch…und den wenigsten kann man längerfristig helfen :( und bei den meisten beginnt dieses Essen-Macht-Körper Spielchen in der Kindheit und leider hinterlässt unsere Kindheit die meisten irreparablen “schäden” ….

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft das Du es weiterhin schaffst, Dir diese Form der Krankheit bewusst zu machen und “normal” damit Leben zu können!

    Cleo

    Kommentar von Cleo — 28. Februar 2007 @ 13:13

  9. @jung-ewig-sucht
    Es ist schön das du probierst über diese Texte dir selber bewusst zu machen was gerade wieder passiert. Dieses Programm in dir, wird auch immer in dir bleiben. Ähnlich wie ein Trojaner auf dem PC. Auch wenn du die Ursache der Bullemie und deiner Verhaltensformen kennst, so bin ich der festen Überzeugung, das du das irgendwann abschalten kannst. Hierzu gehört es aber auch, zu lernen sich selbst zu lieben! Deine Freunde kennen deinen Wert als Menschen. Du selber willst diesen Wert nicht finden und festigen. Warum das so ist, kann ich dir nicht sagen. Hier solltest du meiner Meinung nach einen Ansatz finden. Ich glaube die Liebe für sich selbst ist der Schlüssel zur Lösung. Die Ursachen für dein manchmal krankes Denken kannst du wahrscheinlich nicht ungeschehen machen, aber auch das ist ein Teil von dir. Akzeptiere das. Ich kenne mehrere Menschen mit Bullemie. Und diese recht gut. Eines habe ich dabei gelernt, alle diese Menschen mögen sich selbst überhaupt nicht und aufgrund dieser Einstellung suchen Sie sich ein anderes Ventil. Dieses Ventil hilft aber nur bedingt und nicht auf Dauer. Zudem wird es für diesen Kreis von Personen schwierig einen anderen Menschen zu lieben in einer Partnerschaft. Diese Partnerschaften gehen meistens nach 1-3 Jahren kaputt. Traurig aber immer wieder zu beobachten. Sich zu öffnen oder sich selbst unter Druck zu setzen, hilft phasenweise recht gut weiter, aber der Kern ist wirklich die Liebe und die Akzeptanz meiner eigenen Person. Ich drück dir die Daumen das du einen Weg findest. Wenn ich dir helfen kann, sag bescheid.

    Kommentar von Der Liebeskasper — 28. Februar 2007 @ 13:14

  10. Lieben Dank Cleo. Gleiches wünsche ich Dir auch von ganzem Herzen. Ich werde weiterhin versuchen an mir zu arbeiten und den Kreislauf hoffentlich irgendwann durchbrechen können.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 28. Februar 2007 @ 13:33

  11. @Liebeskasper
    Ich denke die von Dir angesprochene Selbstliebe und Akzeptanz der eigenen Person ist das große Thema, damit wirst Du Recht haben. Bei mir ist sie zumindest nicht vorhanden. Wenn es sie je gab, so werd ich sie in den frühen Kindheitstagen abgelegt haben. Mir ist klar das ich Geschehenes nicht mehr ändern kann und lernen muß dies zu akzeptieren. Gleichwohl lebe ich jetzt seit vielen Jahren in dem selben Programm, von mir aufgebaut und perfektioniert. Für mich die Realität. Kurzfristig gelingt es mir mal auszubrechen, solange, bis die nächste Sicherheitskopie des Programms gestartet wird. Es ist, als wolle ich gar nichts anderes mehr wahrnehmen und schon gar nichts positives, was bezüglich meiner Person an mich ran getragen wird. Was die Liebe zu anderen Menschen oder der Aufbau einer Partnerschaft betrifft, liegst Du auch verdammt richtig. Ich kann sagen das ich für die Menschen die mir wichtig sind und am Herzen liegen alles tun würde um ihnen zu helfen. Aber die feste Partnerschaft wurde irgendwann immer zum Problem. Das liegt natürlich an mir. Wenn etwas zu nah, zu eng wurde, hab ich gemauert. Das kurzweilige Gefühl des Verliebtseins kenne ich. Stärkere Gefühle habe ich nie zulassen können. Warum? Wahrscheinlich weil ich sie auch für mich nicht hegen kann.
    Ich danke Dir für Deine Angebot. Du hilfst mir bereits schon jetzt :-)

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 28. Februar 2007 @ 14:08

  12. *hüstel* mich nur mal kurz einmisch

    ich denke Vertrauen ist eine starke Macht der “liebe”…
    je nachdem wie man Liebe eben interpretiert ;)

    only my 2 Cents ;)

    Kommentar von Cleo — 28. Februar 2007 @ 14:19

  13. @Jung-Ewig-Sucht und @ Cleo
    Ich verstehe sehr gut was du unter Sicherheitskopie definierst. Ich habe meine Schuppenflechte nicht ohne Grund. Laienaussage der Psychologie ist, das man Schuppenflechte ähnlich wie einen Panzer einer Schildkröte nutzt um sich zu schützen. Ähnliche Programme fahre ich selber ab. Aber in den letzten 12 Monaten habe ich leider lernen dürfen das es gut ist einen Panzer zu besitzen. Auch wenn damit eine Krankheit einher geht. (Das ist aber eine individuelle Entscheidung meinerseits) Krankheit darf nicht Existenz und Leben bedrohen! Es ist natürlich anstrengend immer wieder in sein krankes Verhalten oder Programm zu verfallen, umso wichtiger ist es aber immer wieder aufzustehen und sich zu erheben. Ähnlich wie Phönix aus der Asche. Dieses aufstehen sagt mehr über die Kraft eines Menschen aus als der Rückfall. Daher sieh den Rückfall nicht immer als negative Phase sondern als Denkanstoß wieder Kräfte zu mobilisieren um dich da raus zu rudern. Irgendwann werden die Rückfälle dann weniger extrem oder hören auf. Ein langer Weg aber wer weiß warum das Schicksal dir diese Aufgabe zugeordnet hat. Drück dir die Daumen.
    Cleo, Liebe muß man nicht interpretieren! Sie ist meiner Meinung da oder nicht da. Jeder empfindet Sie zwar anders, da gebe ich dir Recht, sie hat aber immer die gleiche Macht wenn man Sie bekommt oder hat. Vertrauen ist eine Ausrede sich nicht fallen lassen zu müssen. Leider eine Erfindung der Angstahsen wie ich einer bin wenn es um die Liebe geht.

    Kommentar von Der Liebeskasper — 28. Februar 2007 @ 14:28

  14. Das Vertrauen eine Art von Liebe ist hab ich so noch nie gesehen oder interpretiert. Kann ich irgendwie auch nicht. Wenn ich einem Menschen Vertrauen schenke dann weil ich an die Person glaube und denke, sie ist es Wert, das ich ihr vertaue.
    @Liebeskasper
    Wie hast Du das mit der “Ausrede” gemeint?
    Du schiebst vor “ich kann Dir nicht vertrauen” damit Du Dich selbst nicht fallen lassen mußt?
    Warum sagst Du nicht offen das Du Angst hast Dich zu öffnen und Dein Innerstes preiszugeben? Du hast Angst vor Verletzung und Enttäuschung, oder? Du weißt aber schon, das Dich das auf Dauer nicht glücklich werden läßt. Sag ruhig wenn ich Dich falsch verstanden habe.

    Für mich ist es so. Vertrauen muß man sich verdienen. Wenn ich dann jemandem vertrauen schenke, ist es für mich ein Zeichen von Stärke und Mut. Denn das Vertrauen kann jederzeit mißbraucht oder enttäuscht werden, womit ich dann umgehen muß. Aber ohne Vertrauen gehts nunmal nicht, in keinem Lebensbereich. Mein Problem ist nicht das Vertrauen in andere Menschen sondern eher das in meine eigene Person.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 28. Februar 2007 @ 15:15

  15. @jung-ewig-sucht
    Vertrauen als Ausrede zu nutzen ist eher auf Beziehungen zwischen Mann und Frau gemünzt. In Freundschaft kann ich blind vertrauen ohne nachzudenken. Aber in Liebesdingen versage ich da immer auf ganzer Linie. Ich habe keine Angst mich zu öffnen. Mehr verletzen, indem man meine Dinge die ich preis gebe gegen mich benutzt, als ich die letzten 12 Jahre erlebt habe, geht nicht mehr. Nein ich vertraue den Frauen nicht mehr wenn es darum geht in welchem Maße eine Frau sich öffnet. Das ist mein Problem. Ich habe für mich ein Programm entwickelt in denen ich davon ausgehe das keine Frau die Wahrheit sagt. Egal wann und in welcher Angelegenheit. Also täusche ich lieber zu 100 % vor das ich mich nicht öffnen kann obwohl ich es immer wieder probiere. Paradox ich weiß. Aber so werde ich weniger enttäuscht oder in einem Rahmen den ich kontrollieren kann. Also, falsch verstanden hast du mich nicht, ich habe nur leider zuviele Faccetten in mein kleines Programm eingebaut. :-)

    Sich selbst zu vertrauen ist wichtig um sich selber eine gewisse Sicherheit zu verschaffen. Nur meinem Freund Frank vertraue ich so uneingeschränkt wie mir selbst. Sonst leider keinem.

    Kommentar von Der Liebeskasper — 28. Februar 2007 @ 15:30

  16. @Liebeskasper
    Enttäuschungen prägen, keine Frage. Ich wünsche Dir trotzdem das es Dir eines Tages gelingt Deinen Kreislauf zu durchbrechen und Du in Sachen Beziehung wieder vertrauen kannst. So hat keine Frau eine Chance, egal wie sehr sie Dich liebt.
    Aber ich weiß, ist ja alles leicht dahin gesagt. Schau mich an.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 28. Februar 2007 @ 15:46

  17. HAHA, schön das du mich verstehst und ich dir zumeist folgen kann in deinen Ausführungen. Danke. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

    Kommentar von Der Liebeskasper — 28. Februar 2007 @ 15:50

  18. Zitat jung-ewig-sucht:Mein Problem ist nicht das Vertrauen in andere Menschen sondern eher das in meine eigene Person.

    Wo wir uns wieder zu Selbstliebe hindrehen …..

    aber ich mein Du scheinst doch ein toller und vorallem liebenswerter und vertrauenswürdiger Mensch zu sein…

    halt Dir das einfach mal vor Augen und dann mal Dein Selbstbild daneben!! Aber das scheinst Du ja schon erkannt zu haben, das mit dem falschen Selbstbild *denk*

    Jemand hat mal zu mir gesagt, er stelle sich jeden morgen vor den Spiegel und sagt sich selbst wie toll er ist ….. :) ich denke Du solltest auch mal verinnerlichen das Du ein toller Mensch im JETZT bist und das Dir das niemand mehr nehmen kann!!

    @ liebeskasper
    sollte die Partnerin nicht auch ein Freund sein, der man dann doch theoretisch nach Deinen Worten, dann auch vertrauen kann?

    So long
    Cleo

    Kommentar von Cleo — 1. März 2007 @ 10:08

  19. @Cleo
    Den Status “Freund” erreicht eine Partnerin erst nach der Phase des verliebtseins und einer Beziehungszeit von ca. 1-2 Jahren. Meine persönliche Empfindung. Ich vertraue meiner Partnerin auch in dieser Zeit. Aber eben nur bedingt. Manches mal tue ich den Frauen damit auch unrecht, ist mir klar, aber hier kommen wir wieder auf das Programm zurück was jeder für sich programmiert hat :-)

    Der ” jemand” der das mit dem Spiegelgespräch abgelassen hat, weiß wohl was hilfreich ist. :-) Jeder der das mal länger als 1 Monat ausprobiert, wird feststellen das es eine positive Wirkung haben kann. Selbstliebe ist wirklich das A und O für weniger Probleme… Schade das wir alle einige Probleme damit haben.

    Kommentar von Der Liebeskasper — 1. März 2007 @ 11:21

  20. Hier gabs ja mal ein richtig tief gehendes Gespräch!
    So ist das mit dem Vertrauen! Ich stehe kurz davor das ich mich trenne! Ich hab scheiß 3 Jahre Krankheitsmäßig hinter mir und einen total unsicheren Partner den es auch total aus der Bahn geschmissen hat. Völlig überfordert war- trotz das ich wirklich ein Stehauffrauchen bin wurde ich als dieses nicht wirklich wahr genommen. Bzw. hat man mich sobald ich wieder knien konnte wieder von den Beinen geholt. Ich habe mich geöffent und habe gesagt wie ich empfinde fühle wenn dieses passiert und es wurde mißbraucht. Ich habe meine Schwächen gezeigt und es wurde wenn irgendwas nicht paßte in die Kerbe gehauen. Mir geht es momentan nicht wirklich gut wenn ich so in die Zukunft schaue wie ich auf Männer wieder zugehen und ob ich mich wieder öffnen kann. Es hat mich geprägt und dennoch denke ich wenn man es in einer neuen Beziehung einfach mal in den RAum wirft das Vertrautheit so benutzt wurde – kann man sich vielleicht auch ein Bild vom Gegenüber machen. Wenn er gefühlsmäßig genauso betroffen ist – hat er das geliche durch und jeder weiß wie schrecklich das ist und man geht wesentlich respektvoller mit einander um.

    Es ist ein schmaler Grad den man begeht aber ich will nicht so enden das ich niemanden mehr vertrauen kann. Gesundes Mißtrauen ja aber ich schicke jetzt einfach mal ein Wunsch ins Universum das ich vertrauen und intensiv wieder lieben kann.

    Ich hoffe ich finde meine Mitte wieder und somit liebt man sich auch und es öffenen sich dadurch wieder neue Tore!

    Das Leben ist nicht leicht aber stöhnen kann jeder und man muß selber was bewegen also die Energie die man ins Jammern steckt in konstruktive Dinge stecken. Ich arbeite auch dran und es ist wahrlich nicht leicht!

    Denkt immer dran “Think positiv” Das Leben ist schön!

    Kommentar von Stehauffrauchen — 1. März 2007 @ 16:35

  21. @Steauffrauchen
    Das ist auch mein Motto. Positiv denken um jeden Preis. Es ist schade das du diese Erfahrung jetzt in drei Jahren machen musstest, wer weiß wie gestärkt du daraus gehst sobald du das verarbeitet hast. Liebe wird stakr genug sein um dich zu finden. Ich drück dir die Daumen.

    Kommentar von Der Liebeskasper — 1. März 2007 @ 16:52

  22. @Cleo
    Weißt Du Cleo, das mit dem liebenswerten und vertrauenswürdigen Menschen tragen mir die Menschen mit denen ich zu tun habe oder die mir nahe stehen tatsächlich an. Ich kann damit nicht umgehen. Alles positive was an mich herangetragen wird prallt unwillkürlich ab. Es gelingt mir nichtmal es einfach nur stehen zu lassen, weil es absolut konträr zu meinem eigenen Denken und Selbstbild steht. Kann sogar vorkommen das ich böse werde und mein Gegenüber mit Nachdruck darlege, er solle damit aufhören. Klingt wahrscheinlich völlig verrückt was ich hier schreibe, ist es wohl auch. Ich selbst lasse absolut kein gutes Haar an mir, ob es nun mein Aussehen, meine Arbeit, mein Wissen oder Können betrifft. Was auch immer, es ist in meinen Augen nie gut genug und ich reiche einfach nicht. Zu tief sitzt dieses negative Selbstbild, als das ich es durch irgendeine Therapieform bisher habe ändern können. Und ich habe nicht nur eine mitgemacht. Ich will hier auch gar nicht auf die Mitleidstour machen, im Gegenteil. Es passt völlig in mein Versagerdenken und ich nutze auch dies um mich selber zu kritisieren und fertig zu machen. Bin quasi selbst mein größter Feind. Alles negative nehme ich mit Kusshand, positives hingegen prallt ab. Die Geschichte mit dem Spiegelblick ist bei den Psychologen sehr beliebt. Ich hatte dabei nur das Gefühl, ich lüge mir jedesmal das blaue vom Himmel und verarsche mich selbst. Naja, alles ziemlich crazy und wirr. Drehe mich nur im Kreis und es geschieht immer das Gleiche. Irgendwann gelingt mir hoffentlich der Durchbruch :-)

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 1. März 2007 @ 19:30

  23. @Stehauffrauchen
    Es sind immer sehr schmerzhafte Erfahrungen, wenn gegebens Vertauen mißbraucht wird und man leidet darunter. Natürliches Verhalten ist auch, das man dadurch anderen Menschen gegenüber mißtrauischer und vorallem vorsichtiger wird. Ich habe den Vertrauensmißbrauch auch schon einige Male erfahren, nicht nur in Beziehungsangelegenheiten. In einer solchen Phase habe ich mir dann immer gesagt, ich kann jetzt nicht alle Leute über einen Kamm scheren und denjenigen, die es wirklich ehrlich mit mir meinen, dadurch Unrecht antun. Ich finde es traurig, das Du dies erleben mußtest und hoffe, Du wirst bald wieder vertrauen können. Ohne dem geht es nicht, was Du ja selber weißt.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 1. März 2007 @ 20:42

  24. @ J-e-s (zu faul, heute morgen ;) )

    es ist auch viel schwerer mit positiven Eigenschaften umzugehen, als mit negativen (der Lieblingsspruch meines Therapeuten :) ) Begründen tut er es damit (der Gute ist manchmal ein wenig wirr :) ), dass man an negativen Dingen rumarbeiten muss und dadurch sich vor der Ruhe schützt… bei mir zB ist ein zur Ruhe kommen, Angsteinflössend, ich habe vor nichts mehr Angst als vor dem Stillstand, nur braucht unsere psyche ab und an einen Stillstand….

    NUr so, wie Du schreibst bzw so wie Du Dein Denken gerade niederschreibst, könnte man meinen DU willst gar nicht dass man Dir hilft :( Dein Schreibmuster ist so “Wasserfest”, dass man gar nicht rankommt – vielleicht ist das Dein größtes Problem :( Die Frage ist natürlich, warum bist Du so “zu”? Interessieren würde es mich schon, aber ich denke so nah lässt Du wahrscheinlich, nein nicht wahrscheinlich, niemanden an Dich ran…Du wirst Deine Gründe dafür haben, da bin ich mir sicher – aber ich hoffe für Dich, dass Du es irgendwann schaffst, auch mit eventueller Hilfe anderer Menschen, aus Deinem persönlichen Teufelskreis auszubrechen…

    so long
    cleo

    Kommentar von Cleo — 2. März 2007 @ 09:29

  25. @Cleo
    Angst vor der Ruhe? Ich weiß nicht ob es das ist. Ist irgendwie für mich nicht greifbar, denn im Grunde sehne ich mich doch eigentlich vor der Ruhe. Die innere Ruhe ist etwas, was ich nicht kenne. Ständig diese Ängste, Zweifel, Sorgen und Selbstvorwürfe. Ständig dieses Gedankenzapping. Ich stelle mir oft die Frage, ob ich mir nicht helfen lassen will. Wie ist es sonst zu erklären das ich einfach nicht vorankomme und nichts umsetzen kann? Auf der einen Seite renne ich zu diversen Fachleuten und investiere viel Geld. Auf der anderen Seite zerschmettere ich deren Argumente und bring sie zur Verzweiflung. Ist das nicht paradox? Wenn ich mir nicht helfen lassen will, warum nehme ich dann diese Therapien auf mich? Warum öffne ich mich und mache mich jedesmal völlig nackt? Vieleicht liegt es an meinem schlechten Gewissen. Vieleicht will ich mir einfach nicht selbst Vorwerfen müssen, ich habe nicht alles versucht. Was bleibt ist die Frage, warum ich es nicht will. Ist es möglich das ich vieleicht Angst davor habe glücklich zu sein? Es wäre etwas, was ich nicht wirklich kenne, etwas Neues, eine Veränderung in meinem Leben. Veränderungen oder ungewohnte Situationen bereiten mir tatsächlich große Angst. Es wäre zumindest eine Erklärung dafür, das ich seit vielen Jahren in dem Sumpf verweile, der mich leiden läßt. Hier kenne ich mich aus und es kann mich nichts überraschen.
    Glücksgefühle kenne ich auch in gewisser Weise. Ich kann diese nur leider nicht sehr lange halten, zerstöre sie durch mein Negativdenken. Es ist, als ob es mir nicht gut gehen darf. Und der Richter, der dies so entscheidet, bin ich selbst!
    So “ZU” wie Du glaubst bin ich nicht. Zumindest denke ich das. Ich öffne mich schon zu Menschen die mir vertraut sind und ich tue es ja jetzt sogar hier im Block, ohne zu Wissen vor wem ich mich eigentlich nackt mache. Doch, ich möchte mich öffnen, alles rauslassen bevor es mich auffrisst. Vieleicht habe ich auch die Hoffnung jemanden zu finden, der ansatzweise mein wirres Zeug versteht und mir den Mut gibt umzudenken.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 2. März 2007 @ 10:28

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