25. April 2007

Die Dinge,

Abgelegt unter: Therapie — Jung Ewig Sucht @ 20:55

die ich gestern von meinen Eltern erfahren konnte, habe ich dann heute meiner Bezugstherapeutin weitergegeben. Sie hat sich alles notiert und wird sich dazu ihre Gedanken machen. Bin ja schon irgendwo gespannt darauf, welche Erkenntnisse sie daraus gewinnt bzw. inwieweit diese Informationen wichtig für den weiteren Verlauf meiner Therapie sein können. Schätze am Freitag oder kommenden Montag werde ich das nächste Einzel haben und mehr erfahren. Dann will sie mit mir auch einen neuen Behandlungsweg ausprobieren, da wir bzw. ich momentan einen Stillstand habe und noch nichts richtig gefruchtet hat. Heute hatte Michael seinen etzten Tag. Das ist dieser Typ mit dem ich schonmal aneinander geraten bin. Hab ich Euch ja berichtet. Er gab mir bei der Verabschiedung die Hand und bedankte sich bei mir. Ich schaute ihn verwirrt an und fragte wofür? Er meinte dann, er hätte trotz unserer wenigen Gespräche viel von mir gelernt und wäre dankbar, das ich ihm seine Grenzen aufgezeigt hätte. Fällt mir ehrlich gesagt jetzt etwas schwer das nachzuvollziehen, da wir uns in den letzten Tagen nur noch aus dem Weg gegangen sind. Er sagte dann noch, das er ab jetzt auch Mittwochs immer in unsere Selbsthilfegruppe kommen will. Ich muß zugeben das ich gehofft habe, ihn jetzt los zu sein. Durch seine Art kommt jedesmal immer unheimlich etwas hoch in mir was mich agressiv und wütend macht. Seine Art erinnert mich an meinen Vater. Auf dem Heimweg heute dachte ich mir dann, das es vieleicht mein persönliches Therapiegeschenk sein könnte, an einen solchen Typen zu geraten. Vieleicht ist es meine Chance zu lernen, mit dieser Charaktere besser umzugehen.

8 Kommentare »

  1. Ich denke dieser Gedanke ist sicherlich der Beste und vorallem hilft es Dir auch die Sache ganz anders anzusehen. Vielleicht ist das einfach Dein Schicksal dass Du an diesen Typen geraten bist. Und ich denke dass Du von ihm viel lernen kannst, wenn nicht über ihn dann doch über Dich. Wie Du mit solchen Typen umgehen kannst ohne dass es Dich nervt und auffrisst.

    Kommentar von Miriam — 26. April 2007 @ 07:44

  2. Hallo J-E-S,

    über den Typen haben wir letzte Tage ja per Telefonat gesprochen. Ich bin immernoch der Meinung das du dir trotz Aggressionen dem Typen gegenüber, die Chance nicht nehmen lassen solltest, ihn so hinzunehmen wie er ist um daraus zu lernen was du ihm gegeben hast und wie du mit solch einem Menschen umzugehen hast.(Auch wenn du Ihn für einen Blender hälst) Das wird schon. Ich bin aber eher darauf gespannt, welche neuen Ansätze die Therapeutin findet um deinen Stillstand eventl. zu beenden.

    Kommentar von Der Liebeskasper — 26. April 2007 @ 08:08

  3. WOW! Das ist großartig von Michael. Und zeigt Dir doch, dass Deine Selbsteinschätzung eine andere ist.
    Du hast mit Deiner Aktion damals Mut und Gradlinigkeit bewiesen und jetzt erntest Du dafür Dank!!
    In der kurzen Zeit, wo ich Deine Ausführungen lese, ist das ein großer Erfolg!
    Ich kenne Dich nicht, aber ich glaube, Stillstand ist bei Dir nicht angesagt. Du kennst doch den Film “Was ist los mit Bob?” Babyschritte, Babyschritte…..

    Kommentar von Bea — 26. April 2007 @ 08:19

  4. Dein Denkansatz ist sehr gut, manchmal muss man erst über eine paar Steine klettern bis der Weg eben ist…

    Kommentar von Christine — 26. April 2007 @ 12:52

  5. Hallo Miri,
    denke Du hast damit vollkommen Recht. Ich verspüre zwar den Wunsch der Selbsthilfegruppe fern zu bleiben um mich der Situation mit ihm nicht zu stellen aber das werde ich nicht tun. Davon laufen kann ich zwar doch ich werde immer wieder auf solche Typen treffen. Will das für mich jetzt mal als Chance und als eine gute Übung für mich annehmen.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 26. April 2007 @ 20:38

  6. Hi Jörg,
    hab mich entschlossen genau das zu tun. Danke Dir nochmal für Dein offenes Ohr. Was den neuen Therapieansatz betrifft bin ich ebenso gespannt.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 26. April 2007 @ 20:40

  7. Hi Bea,
    das Schwierige ist, das ich für mich diese kleinen Schritte oder Erfolge nicht fühlen und sehen kann. Gesagt haben mir das neben meiner Therapeutin auch einige meiner Mitpatienten. Wahrscheinlich ist das auch so eine Folge des krankhaften Perfektionismus. Für mich muß scheinbar was ganz großes, einschneidendes passieren, ehe ich es als Schritt nach vorne erkennen kann.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 26. April 2007 @ 20:46

  8. Hi Christine,
    das hast Du schön gesagt. Der Satz gefällt mir. Auch wenn ich es viel lieber anders hätte :-)

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 26. April 2007 @ 20:48

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