14. November 2007

Das kann doch nicht

Abgelegt unter: Allgemein, Gesundheit, Therapie, Ärgerliches — Jung Ewig Sucht @ 10:52

alles mit dem Absetzen der Medikamente zusammen hängen oder? Die extremen Kopfschmerzen die ich seit Montag habe wollen einfach nicht nachlassen, ich kann kaum schlafen, wache nass geschwitzt auf weil ich irgendeine Scheiße geträumt habe, Stimmung auf dem Nullpunkt und Gedankengänge, von denen ich gar nicht erzählen möchte. Das ist doch jetzt ganz sicher mein eigener Kopf der mir hier einen Streich spielt oder? Ich steigere mich jetzt sicher so sehr da hinein, das ich dadurch all diese Dinge auslöse?
Habe zwar gestern das Rezept noch vom Hausarzt bekommen aber meine Apotheke hatte das Medikament nicht vorrätig. Kommt heute und wird von meinem Vater abgeholt, da die Apotheken heute ja früh schließen. Hoffe das sich dann allmählich bei mir wieder etwas Ruhe und Klarheit einstellt. Werde auf jeden Fall morgen meinen Therapeuten daraufhin ansprechen. Denke er wird mir sowieso nochmal ein paar Takte zu meinem unüberlegten Handeln um die Ohren hauen aber das ist auch gut so. Dann versteh ich es wenigstens und vergesse es nicht mehr.
Wünsche Euch allen einen angenehmen Tag. LG JES

16 Kommentare »

  1. Natürlich kann es sein dass Du Dich jetzt zu sehr in das Ganze hinein steigerst. Aber ich vermute trotzdem ganz stark dass das etwas mit dem Absetzen des Medikaments zu tun hat. Genau, lass Dir noch mal alles in Ruhe erklären und wahrscheinlich kannst Du dann auch besser verstehen und wirst nicht mehr einfach so irgendwas absetzen auf eigene Faust ;o)
    Wirst sehen, es wird bald wieder besser gehen…

    Kommentar von Merle — 14. November 2007 @ 11:34

  2. Hi Merle,
    wahrscheinlich kommen da jetzt mehrere Aspekte zusammen. Wird mir jedenfalls eine Lehre gewesen sein hoffe ich. LG JES

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 14. November 2007 @ 11:39

  3. Da das in der Regel keine “leichten” Medikamente à la Aspirin sind, kann ich mir das schon gut vorstellen, dass das alles vom Absetzen kommt. Ergänzt durch Dein schlechtes Gewissen und Deine negativen Gedanken.
    :( Ich wünsche Dir auch, dass es Dir schnell wieder besser geht – mach so einen Quatsch nicht wieder.
    Mach Dich aber jetzt auch nicht zu fertig deshalb – denke, Du hast draus gelernt, oder? Kopf hoch. :)

    Kommentar von Steffi — 14. November 2007 @ 11:58

  4. Ich sag jetzt mal ganz vorsichtig ja, ich hab daraus gelernt. Wenn nicht,Steffi, darfst du mir höchstpersönlich kräftig in den Ar… treten :-) .

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 14. November 2007 @ 12:10

  5. Als Person vom Fach kann ich Merle nur recht geben, Psychopharmaka sind nicht zu unterschätzen, vorallem nicht in ihrer Wirkung. Ich denke auch dass diese “Nebenwirkungen” vom Absetzen der Medikamente kommt und durch das dass du es eigentlich weisst steigerst du dich nun in etwas rein. Atme ruhig durch, denk an was Schönes und probier dich zu entspannen. Wie gesagt, ich würde dir nach wie vor Autogenes Training empfehlen. Es gibt Menschen die lernen müssen wie sie ihrem Körper die nötige Ruhe geben müssen, psychisch wie physisch.

    Kommentar von Miriam — 14. November 2007 @ 14:29

  6. Danke Dir Miriam. Kann mich erinnern das ich 2001 in der Klinik Autogenes Training bekam und nicht damit zu recht kam. Aber wenn du sagst das man es lernen kann waren die 6 Wochen vielleicht zu wenig und ich sollte es wirklich noch einmal probieren.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 14. November 2007 @ 17:21

  7. Wenn Dir autogenes Training nicht zusagt gibt es noch Progressive Muskelentspannung. Das hat ähnliche Wirkung, ist aber doch ziemlich anders als autogenes Training. Kenne viele die mit PM besser zurecht kommen als mit AT.

    Kommentar von Codo — 14. November 2007 @ 19:41

  8. Hi Codo,
    PMR kenne ich auch. Machen wir immer Donerstags eine hale Stunde vor unserer Problemlösegruppe. Fällt mir leichter als AT aber generell habe ich Schwierigkeiten damit, mich zu entspannen. Ich werde mal versuchen eine von beiden Techniken mindestens 1x pro Tag zu üben. Vieleicht lerne ich es ja doch noch. LG JES

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 15. November 2007 @ 07:49

  9. Manche Leute entspannen sich ja auch bei einem Computerspiel. Musst Du für Dich selber finden, was Dich entspannt. Ich gehe z.B. gerne in die Sauna, wenn ich mich entspannen sollte. Oder in eine Massage.

    Ist halt bei jedem bisschen anders :-)

    Kommentar von Codo — 15. November 2007 @ 07:58

  10. Du musst natürlich die Art von Entspannungsmethode finden die dir am besten zusagt.

    Yoga ist auch oftmals entspannend oder Shiatsu ist auch gut. PMR ist natürlich auch super, aber eben, dir muss es wohl sein dabei. Das ist das Wichtigste!

    Kommentar von Miriam — 15. November 2007 @ 08:29

  11. @Codo
    Das mit dem Computerspiel bzw. spielen an der Konsole kann schon entspannend sein, hat aber auch hohes Suchtpotenzial :-) . Ich wär schon froh wenn es mir irgendwann mit AT oder PMR gelingen würde. Könnte das dann auch auf der Arbeit nutzen, was sichrlich enorm hilfreich wäre.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 15. November 2007 @ 08:48

  12. @Miriam
    Yoga wird bei uns im Studio auch angeboten, hab es bisher aber noch nicht ausprobiert. Shiatsu kenne ich noch gar nicht. Werde da jetzt mal am Ball bleiben und zusehen, das ich das für mich passende finde.

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 15. November 2007 @ 08:51

  13. Manchmal reicht auch einfach ein heißes Wannenbad und ein schönes Buch.

    Was auch durchaus helfen kann – aus AT adaptiert – ist ein eigenes, persönliches Mantra. Zusammengebastelt aus den schönen Dingen in Deinem Leben und wir wissen, dass es davon einige gibt.

    JES: “Ich habe den tollsten Hund der Welt! Ich habe großartige Freunde! Ich bin ein geiler Konsolenzocker! Das Verhältnis zu meinen Eltern wird immer besser! Ich hab eine wundervolle Schwester! Ich habe meine Probleme erkannt, arbeite an ihnen und ich habe phantastische Fortschritte gemacht. Ich erkenne meine Fehler, stehe zu ihnen und lerne aus ihnen. Ich bin ein liebenswerter Mensch, ich bin ein liebenswerter Mensch!”

    Pack alles, was schön ist da hinein und sag es Dir immer wieder und wieder. Und dabei lächeln, auch wenn Dir nicht danach ist. Das Gehirn lässt sich verarschen, das ist erwiesen. Wenn Du die Muskelbewegungen des Lächelns machst, dann werden automatisch Hormone ausgestoßen, die Dir dann tatsächlich gute Laune machen.

    Manchmal helfen kleine, billige Tricks :-) .

    Kommentar von Jagolina — 15. November 2007 @ 13:06

  14. Hallo Jagolina,
    danke dir für die schönen Worte :-) . Bin sicher das etwas wahres dran ist an dem was du schreibst. Wenn diese Sätze allerdings aus meinem Mund kommen, hätte ich wirklich das Gefühl ich verarsche mich gerade selbst. Womöglich ist aber genau das ein Weg? LG JES

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 15. November 2007 @ 19:20

  15. JES, ich hab Dir das schon einmal ähnlich gesagt: wenn Dein Hund Dich liebt, Deine Eltern stärkere Annäherung und einen Neufanfang suchen, Deine Schwester Deine Hilfe und Deinen Rat sucht, Deine Freunde Dich lieben, zum Trauzeugen machen, mit Dir zusammen sein wollen, Dein Chef Dich unterstützt und absolut chefuntypische Dinge tut, Deine Kollegen Dich unterstützen und auch ein paar kleine Blogger aus der großen Netzwelt sehr gerne auf Deine Seiten kommen und Dir ihre Sympathie bekunden (von der neuen Freundschaft mit Jörg ganz zu schweigen), kannst Du dann wirklich so schlecht sein.

    Sind all diese Menschen (und Hund) doof?

    Das kannst Du nicht wirklich glauben, das wäre beleidigend ;-) .

    Du verarschst Dich und alle, die Dich gern haben, wenn Du nicht daran glaubst, dass Du ein liebenswerter (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes) Mensch bist.

    Erinnert an den alten Joke mit dem Depp im Auto, der die Verkehrsmeldung hört:

    “ACHTUNG, ein Geisterfahrer auf der A7 zwischen Schnelsten und Schnelsen Nord.”

    Depp:” EINER? HUNDERTE!!!!!”

    JES, wie wäre es mit wenden? ;-)

    Kommentar von Jagolina — 15. November 2007 @ 20:41

  16. Mmhh? Jetzt winkst du aber mit einem ganzen Laternenmast Jagolina :-) .
    Ich möchte das jetzt einfach mal unkommentiert stehen lassen, denn sonst würde ich in sekundenschnelle deine positiven Anmerkungen ins Negative kehren. Nicht weil ich es schön oder toll finde dir zu wiedersprechen. Ganz sicher nicht. Es ist eher wie ein Muß oder ein Zwang! Ich darf einfach an mir nichts Gutes sehen. Natürlich weiß ich das es falsch ist. Kann dir aber auch nicht genau erklären, wie es da in meinem Kopf abgeht.
    Deshalb ist es für mich schon ein Erfolg, wenn ich dir jetzt nicht wiederspreche :-)

    Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 16. November 2007 @ 07:32

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