Bin froh…

das endlich Wochenende ist. Das Chaos in meinem Kopf wirkt sich total auf meine Arbeit aus. Ich kann mich nicht mehr konzentrieren, hab das Gefühl mir läuft alles aus dem Ruder und ich kann meinen Job nicht mehr machen. Das geht soweit das ich regelrecht Panikattacken bekomme, Schweißausbrüche, Herzstiche und nur noch wie angewurzelt im Bürostuhl hocke. Nicht mehr fähig zu agieren oder reagieren. Mein Chef kam gerade heute in einer solchen Situation rein und fragte was denn los sei, ich sehe total krank aus. Er merkte das ich gar nicht fähig war zu antworten, schloss die Bürotür und hat ganz ruhig auf mich eingeredet. Irgendwann hab ich mich dann sammeln können, mir ein Herz gefasst und ihm von meinen seelischen Problemen erzählt. Hab nichts ausgelassen, von der Kindheit, meiner Erziehung, über die Schulzeit, die Ausbildungen und die ausgeübten Jobs. Von meinem Selbsthaß, den extremen Versagensängsten, der Bulimie und den diversen Therapien die ich bereits hinter mir habe. Hab vesucht ihm zu erklären wie mich beruflich gesehen mein Denkmuster und negatives Selbstbild nach einer gewissen Zeit immer soweit brachte, das irgendwann nichts mehr ging. Keine Schublade ging mehr auf, kein Wissen mehr da. Nur noch panische Angst vor der Arbeit und die feste Überzeugung, zu dumm für diesen Job zu sein. Es passiert  immer wieder und ich komme aus diesem Kreislauf einfach nicht heraus. Ist noch nichtmal logisch zu erklären. Hab die Schule gut abgeschlossen, 2 Ausbildungen erfolgreich absolviert und selbst in den Jobs ist mir nie ein großer Fehler unterlaufen.  Nachdem ich meinem Chef über eine Stunde von den Dingen erzählt habe, mehr oder weniger verständlich, nahm ich an er würde mich sofort fallen lassen. So jemand wie ich ist ja auch nicht wirklich tragbar. Er reagierte aber völlig anders als von mir erwartet. Zeigte sich verständnisvoll und versuchte mich zu beruhigen. Er vertraute mir sogar an, das auch er einmal mit der Psyche Probleme hatte und einige Wochen in einer Klinik verbrachte. Er erschien mir sofort in einem ganz anderen Licht, viel menschlicher als ich ihn bisher kennengelernt hatte. Jedenfalls sagte er mir, das er mit meiner Arbeit sehr zufrieden sei und es nichts zu beanstanden gibt. Er sehe in mir einen fähigen und kompetenten Mitarbeiter, den er ungern verlieren würde. Ich selbst sehe mich als das asolute Gegenteil und kann von dem nichts annehmen. Mein Chef bot mir dann an in der nächsten Woche Überstunden abzubauen, damit ich erstmal wieder etwas zur Ruhe komme. Wir wollen uns dann nochmal in Ruhe hinsetzen und überlegen, wie es weiter gehen kann und ob er mir irgendwobei behilflich sein kann. Ich weiß noch nicht was passieren wird aber ich bin erstmal froh und erleichtert, das ich diesen Druck heute loswerden konnte und mich mitgeteilt habe. Die Reaktion und das Verständnis meines Chefs fand ich überaus fair und hat mich sehr überrascht. Muß jetzt in den nächsten Tagen schaun das ich runter komme und wieder klar denken kann. Mir fehlt jegliche Kraft und die Hoffnung, jemals aus diesem Teufelskreis ausbrechen zu können, wird immer weniger. Sorry das ich Euch in den letzten Tagen nur noch mit meinen Problemen zu mülle. Muß es auf diesem Wege loswerden, da ich mich wieder total in mich zurückgezogen habe und verschlossen bin. Irgendwie bricht grad alles zusammen.  

Tanzen

Na wie sieht denn Euer Samstagabend noch aus? Hab mich von Tanja breit schlagen lassen heut Abend in einen Club zu gehen, coole Musik hören, Cocktails trinken und gaaanz viel tanzen. Das ist zumindest ihre Vorstellung. Ich werd mich wohl eher aufs Cocktail trinken und Musik hören beschränken. Bin nicht wirklich der Tanzbär :-). Hatte immer mal vor so einen Salsa- oder Merengekurs zu belegen. Ist irgendwie nie dazu gekommen. Vieleicht hab ich da auch ein wenig Angst mich ordentlich zu blamieren :-), bin ich ja ehrlich. Naja, was nicht ist kann ja noch werden. Was auch immer ihr heute noch vorhabt…., wünsch euch allen einen schönen Samstagabend 🙂 

Schön das es den Sonntag gibt

Oftmals habe ich den Sonntag verflucht und mich gefragt, wofür ist dieser Tag der Woche eigentlich gut. Die Geschäfte sind zu, die Straßen meist wie leergefegt und nirgends was los.  Langeweile pur!! Doch nach einer Partynacht wie der gestrigen weiß ich den Sonntag dann wieder zu schätzen und bin froh, das es ihn gibt. Wir haben bis in die frühen Morgenstunden gesungen was das Zeug hält. Sogar mein Vermieter samt Frau haben sich noch zu uns gesellt und mitgemacht. Bis auf drei unserer Mädels konnte niemand wirklich singen aber scheiß egal, es hat einfach nur Fun gemacht und wir haben uns regelrecht krumm gelacht. Wobei ich sagen muß, das Tanja von allen die beste Stimme hatte und mir manchmal richtig warm ums Herz wurde, wenn sie gesungen hat :-). Ich war richtig stolz auf Tanja. Vorallem freut mich aber, das sie sich auf Anhieb mit all meinen Freunden super verstanden hat und sich rundum wohlfühlte. Natürlich ist an einem solchen Abend auch wieder jede Menge Alkohol geflossen und der hat dann zu früher Stunde auch einige Leutchen lang gestreckt. Hier waren unsere Mädels dann auch wieder ganz vorne dabei :-). Die haben es sich richtig mit Wein und Sekt gut gehen lassen,  es aber derbe übertrieben. Nachdem heut morgen dann alle mit dem Taxi (selbst fahren konnte niemand mehr) gen Heimat fuhren, mußte ich meine Tanja tatsächlich ins Bett tragen. Sie hat nichts mehr mitbekommen und war völlig fertig, was sie übrigens immer noch ist :-). Die arme Maus hat sich heute bereits mehrfach übergeben müssen und liegt schon den ganzen Tag über nur im Bett. Sie ist regelrecht krank. Ich lasse ihr die Ruhe da ich ja genau weiß, wie man sich fühlt, wenn man zu tief ins Glas geschaut hat. Mir geht es zum Glück relativ gut, sodass ich sie ein bißchen pflegen und bemuttern kann. Ich versuche zumindest mein Bestes, denn geübt bin darin nicht wirklich. Ansonsten habe ich abgesehen von den Gassigängen meinen Hintern auch nicht vor die Türe bekommen und die meiste Zeit auf der Couch in der Waagerechten verbracht. Gut das es den Sonntag gibt 🙂   

Alle Knochen heil geblieben

Vorweg, es war klasse! Ohne Knochenbrüche habe ich meine ersten Geh- und Stehversuche auf Skiern gestern überstanden und das, mit sicherlich noch ordentlich Restalkohol im Blut vom Vortag :-). Tanja ist aber auch eine super Lehrerin. Geduldig ohne Ende! Ich bin ja eher das Gegenteil, will immer gleich in die Vollen, ohne Rücksicht auf Verluste und schaun was passiert. Mir kann es oftmals eben nicht schnell genug gehen, wobei ich dann mit den jetweiligen Blessuren die ich davon trage, leben muß. Gestern durfte ich allerdings nicht nach meinem Schema vorgehen, da hat Tanja sofort den Riegel vorgeschoben. Haha. Sie hat mir erstmal haarklein erklärt und vorgemacht was ich zu machen habe, mir quasi theoretischen Unterricht erteilt. Und sie hat ja auch vollkommen Recht. Es ist einfach sowohl für einen selbst als auch für die anderen Läufer  viel zu riskant und gefährlich, wenn sich ein blutiger Anfänger, von tuten und blasen keine Ahnung, direkt einen Hang runter stürtz. Ich habe ihr also schön zugeschaut und zugehört, bevor es dann darum ging, die Theorie in die Praxis um zu setzen. In einem sehr flachen Teil des Hangs hab ich erstmal versucht ein Gefühl für die Bretter zu bekommen und gaaaanz wichtig, das Bremsen im Schneepflug geübt :-). Irgendwie klappte das alles doch recht gut und ich hatte nicht das Gefühl, irgendeinen Fremkörper unter den Füßen zu haben. Klar, hab mich schon ab und an auf die Nase gelegt und Schnee gefressen, aber das gehört doch dazu und wir hatten was zu lachen 🙂 . Richtig geil wurde es dann, als wir den Hang von ganz oben runter sind. Tanja fuhr rückwärts vor mir her, hat mich bei der Fahrt beobachtet und mir immer wieder Tips gegeben. Ein wahnsinns Gefühl muß ich sagen. So langsam kann ich die Leute verstehen die mir immer vom Skifahren vorgeschwärmt haben. Weiß nicht wie oft wir noch von oben runter sind und ich im Schnee lag, aber ich weiß ganz sicher, das ist mein Ding und davon will ich mehr. Es macht richtig Fun! Tanja war überrascht das es bei mir so gut lief und hatte ebenfalls einen riesen Spaß. Vieleicht kam mir auch zu Gute, das ich früher viel Eislaufen war und heute noch oft Inliner fahre. Keine Ahnung! Wie dem auch sei, es ist immer wieder schön etwas zu entdecken, was eine solche Begeisterung in dir auslösen kann. Und noch schöner ist es dann, jemanden zu haben, der diese Begeisterung mit dir teilt!               

Skifahren

Klasse, am WE sehe ich Tanja endlich wieder. Sie muß Morgen das letztemal zur Fortbildung und hat dann endlich auch wieder mehr Zeit, die sie vorallem mit mir verbringen möchte :-). Wir haben zwar fast täglich telefoniert oder gesimst (was natürlich auch sehr schön war), es wird aber dennoch Zeit sie endlich wieder zu sehen. Tanja hat vorgeschlagen, das wir die hier in der Nähe liegende Skihalle besuchen können. Sie fährt seit ihrer Kindheit und ist eine absolut begeisterte Skiläuferin. Ich selbst bin noch nie in meinem Leben auf Ski gestanden aber von dem, was ich von Tanja und auch anderen Leuten hörte, muß es einen riesen Spaß machen. Werd mir also von einem Freund die Ausrüstung leihen und dann darf Tanja mal meinen Personal-Coach spielen. Hoffentlich stelle ich mich dabei nicht so dumm an wie in dem Hüpfkurs :-). Jedenfalls möchte Tanja, vorausgesetzt ich finde Spaß dran, gerne mal mit mir gemeinsam in den Skiurlaub. Ich schwöre es euch…., ich werde üben, üben und nochmals üben. Den Urlaub lasse ich mir sicher nicht entgehen 🙂