tun mir die Karnevals-Freunde in meiner Umgebung hier ja doch etwas leid. Vorallem die Kinder die sich ganz bestimmt super auf den Rosenmontagszug gefreut haben. Gestern noch strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, heute regnet es Bindfäden und es scheint kein Ende zu nehmen. Schade auch für die Veranstalter und teilnehmenden Vereine, die sich viel Mühe machen mit der Organisation und dem Schmücken der Wagen. Naja, hoffe sie lassen sich den Spaß trotzdem nicht vermiesen.
Irgendwie
Abschied nehmen
Ich bin ein bißchen traurig gestimmt, denn am Freitag heißt es Abschied nehmen von einem langjährigen und guten Freundespaar. Natürlich freut es mich auch für ihn, da er ein sehr tolles und lukratives Jobangebot erhalten hat und sich die harte und viele Arbeit der letzten Jahre endlich auch bezahlt macht. Aber Nürnberg liegt nicht mal eben um die Ecke und so werden wir uns leider nur noch sehr selten sehen können. Stelle mir das auch gar nicht so leicht vor alle Zelte abzubrechen und in eine fremde Stadt zu ziehen, ohne das man dort irgend jemanden kennt. Die Familie und alle Freunde bleiben zurück. Klar es gibt Telefon und das Internet, so das man ja nicht ganz aus der Welt ist. Aber irgendwo ist es doch was ganz anderes, als sich mal eben ins Auto zu setzen und spontan jemanden aus seinem Umfeld zu besuchen. Ich bin gespannt wie die Beiden in der Fremde zurecht kommen und wünsche ihnen von ganzem Herzen, das sie sich dort sehr wohl fühlen und sich schnell einleben können. Bei ihm mache ich mir da auch weniger Sorgen denn er beginnt einen neuen Job und da wird ersteinmal viel Neues auf ihn einstürzen. Er ist beschäftigt und wird seine ganze Konzentration auf die Arbeit richten. Sie allerdings hat noch keinen Arbeitsplatz und wird wohl anfangs noch die meiste Zeit allein in ihrem neuen Heim sitzen und auf ihn warten. Naja, ich drücke ihnen jedenfalls die Daumen und hoffe, das alles gut läuft. Werde euch Beide vermissen!
Aua!
Tanja rief mich grad im Büro an um mir mitzuteilen, was die Werkstatt bezüglich ihres Autos gesagt hat. Die Reparatur wird sich auf 1.300 – 1.500€ belaufen. So ein Mist. Hätte nicht damit gerechnet das es so teuer wird. Sie ist ziemlich gekniggt denn so eine Summe schüttelt man normalerweise ja nicht so einfach aus dem Ärmel. Ich hab ihr den Vorschlag gemacht das wir uns noch in einer freien Werkstatt ein Angebot einholen sollten und jetzt nicht blindlings darauf vertrauen, was der Werkstattleiter von Nissan ihr heute sagte. Denke sie wird einverstanden sein. Sie ist halt mit den Nerven grad ziemlich durch. Gestern hat Tanja noch bei all meinen Nachbarn geschellt, da ich ja erst sehr spät nach Hause kam. Niemand hat etwas gesehen oder gehört. Es steht auch kein Fahrzeug hier in der Straße, welches verdächtige Lackschäden oder ähnliches aufweist. Wäre aber auch zu schön gewesen. Tanja wird wohl auf den Kosten sitzen bleiben. Shit
Auch wenn
ich eigentlich ja nicht der große Weihnachtsfan bin, so waren die letzten beiden Tage doch wirklich schön. Bis auf eine Sache, zu der ich noch komme. Angefangen am Heiligabend mit dem Besuch bei Tanja`s Eltern. Es war eine richtig schöne und entspannte Atmosphäre. Wir haben erst lecker gegessen, viel erzählt und dann gab es noch die Bescherung. Ich war sehr überrascht das ihre Eltern sogar ein Geschenk für mich besorgt hatten, denn damit habe ich absolut nicht gerechnet. Auch Tanja wußte nichts davon. Ich war nur froh, das ich ihrer Mutter Blumen und ihrem Vater eine Flasche Wein mitgebracht hatte. Sonst wäre mir das doch ziemlich unangenehm gewesen. Etwa gegen 23Uhr sind wir dann noch zu meinen Eltern gefahren. Meine Schwester und D. waren auch da und hier war gab es ebenfalls eine richtig schöne und lustige Stimmung. Von der Krise zwischen meiner Schwester und D. war nichts zu spüren. Ich hatte auch den Eindruck, das D. sich sehr gefreut hat als wir ankamen, was mir im übrigen auch so ging. Ich kann ihn sehr gut leiden, hatte ihn lange nicht gesehen und zur Begrüßung haben wir uns freundschaftlich umarmt. Dieser Abend endete so gegen 02.30Uhr und ich war froh, als Tanja und ich endlich bei mir zuhause waren. Vollgestopft bis obenhin mit leckerem Essen und stark angeheitert
. Am 1. Weihnachtstag sind wir dann zu meiner älteren Schwester nach Lindlar und haben da nochmal im Kreise der ganzen Familie gefeiert. Wir hatten vorher schon besprochen das es Fondue geben wird und so hat dann jeder von uns etwas dafür mitgebracht. Fand das irgendwie klasse, denn so blieb nicht all die Arbeit an meiner Schwester und ihrem Mann hängen. Um 13 Uhr waren wir alle in Lindlar und haben dann in Gemeinschaftarbeit, alles fürs Essen vorbereitet. Das hat schon ne Menge Spaß mitgebracht und so wurde auch dieser Tag richtig schön, zumindest so lange, bis meine jüngere Schwester verunglückte und wir alle sehr geschockt waren. Sie wollte in den Keller um Getränke zu holen und ist auf der Holztreppe ausgerutscht. Kopfüber muß sie dann runtergefallen und mit voller Wucht gegen die Steinwand geprallt sein. Wir hörten nur einen dumpfen Schlag. D., mein Vater und ich sind sofort die Treppe runter und sahen meine Schwester weinend auf dem Fußboden liegen. Sie hatte sichtlich einen Schock erlitten und eine kräftige Platzwunde am Kopf, die stark geblutet hat. Mein Vater und D. haben sie sofort geschnappt und sind ins nächste Krankenhaus gefahren. Wir anderen haben in der Zeit alles aufgeräumt, gespült und sauber gemacht. Klar, nach feiern war jetzt auch niemandem mehr zumute. Alle haben sich Sorgen gemacht. Nach etwa 2 Stunden waren sie zurück und meine Schwester hatte nochmal Glück im Unglück. Sie erlitt eine leichte Gehirnerschütterung und die Platzwunde auf dem Kopf ist genäht worden. Sie tat mir richtig leid aber ich war dann auch froh, das es nicht noch etwas Schlimmeres war. D. hat logischerweise auch beschlossen, das die Beiden in Lindlar nächtigen und nicht zurück nach Mülheim fahren. Nachdem wir meine Schwester dann ins Gästbett gesteckt hatten, beschlossen auch alle anderen Gäste sich auf dem Heimweg zu machen. Tanja und ich schlossen uns natürlich an. Werd gleich mal in Lindlar anrufen und hören, wie es meiner Schwester geht. Hoffe ihr hattet schöne Weihnachten bzw., habt sie noch. LG JES
Jörg läßt schön Grüßen
Gestern Abend habe ich noch mit Jörg (Liebeskasper) telefoniert und er bat mich, Euch alle ganz lieb zu grüßen und schon mal ein wunderschönes Weihnachtsfest, sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr zu wünschen. So wie es aussieht, wird er für längere Zeit nicht mehr zum bloggen kommen. Er ist momentan krank und wird wohl in diesem Jahr nicht mehr arbeiten können. Anfang Januar muß er dann direkt in die Hautklinik, denn die Situation mit seiner Schuppenflechte hat sich wohl dramatisch verschlechtert. Höchstwahrscheinlich wird er dort vier Wochen behandelt. Ich werde aber in jedem Fall mit Jörg in Kontakt bleiben und Euch berichten, wenn es Neuigkeiten gibt. Alles Gute Jörg. Hoffe du bist bald wieder auf den Beinen und in der Klinik kann dir geholfen werden!!
Unfassbar
Nach meiner Selbsthilfegruppe habe ich in der Klinik noch eine Frau getroffen, die mit mir gemeinsam von März bis April die Therapie dort hatte. Da wir uns jetzt ja schon länger nicht gesehen haben, sind wir noch gemeinsam in Düsseldorf einen Kaffee trinken gegangen. Wir haben ein bißchen erzählt wie es uns seit dem ergangen ist und irgendwann fragte ich sie, was denn mit ihrem linken Auge sei. Ich nahm an es sei entzündet oder etwas in der Art, denn es wirkte irgendwie so trüb und milchig. Sie erzählte mir, das sie auf dem Auge so gut wie blind sei und der Grund wie es dazu kam, hat mich sehr geschockt. Nach ihrer Therapie hat sie im Juli einen Mann aus ihrer Nachbarschaft kennen gelernt, mit dem sie dann auch zusammen gekommen sei. Dieser Mann war Alkoholiker, was sie aber erst einige Zeit später heraus fand. Jedenfalls saß der Typ dann eines Abends stockbesoffen bei ihr und ist völlig ausgetillt. Er fing an ihren 12 jährigen Sohn aus heiterem Himmel anzuschreien und gab ihm eine Ohrfeige. Sie ist sofort dazwischen gegangen um ihrem Sohn zu helfen und darauf hin hat das Schwein dann auf sie eingeprügelt. Erst als sie bewegungslos auf dem Boden lag hat er von ihr abgelassen und sich verpisst. Der Sohn hat dann sofort bei den Nachbarn geschellt, welche die Polizei und den Notarzt informierten. Mit 3 gebrochenen Rippen, schweren Prellung und vorallem, einem Stark verletzten Auge wurde sie ins Krankenhaus gebracht und auch sofort an dem Auge operiert. Die Netzhaut war gerissen und das Auge drohte auszulaufen. Bis heute hat sie ihr Augenlicht nicht wieder. Maximal 5% Sehkraft sind noch vorhanden. Das Drecksschwein hat sie natürlich angezeigt. Über ihren Anwalt hat sie erfahren, das der Typ wegen Körperverletzung bereits vorbestraft sei und dennoch läuft der Kerl noch immer frei herum. Zweimal hat er danach noch versucht in ihre Wohnung einzudringen. Sie hat beide Male sofort die Polizei gerufen die ihn auch mitnahmen, dennoch ließen sie ihn anschließend wieder frei. Mittlerweile traut sie sich kaum noch aus dem Haus. Tagsüber wenn es hell und die Straße belebt ist geht es hin und wieder aber sobald es dämmert, ist die Angst, er könnte ihr irgendwo auflauern, zu groß.
Wenn der Typ doch schon wegen Körperverletzung auf Bewährung ist, warum lassen die den immer noch frei laufen? Muß erst noch Schlimmeres passieren? Ich verstehe das nicht. Wenn ich soetwas höre kommt eine ungeheure Wut in mir hoch und ich würde es dem Kerl am liebsten mit gleichem vergelten. Irgendwann steht jetzt die Gerichtsverhandlung an und ich kann nur hoffen, das sie dieses Schwein für Jahre wegsperren.
Alles wieder im Lot
Ich habe eben noch mit meiner Vermieterin telefoniert und sie hat Entwarnung gegeben. Der Heizungsmonteuer war da und die Anlage lüppt wieder
.
Irgendwie ist man ja schon ziemlich verwöhnt und verweichlicht. Zumindest habe ich so das Gefühl für mich. Da hab ich mal einen Tag weder Heizung noch warmes Wasser und schon ist das Gejammer groß. Wieviele Menschen müssen tagtäglich damit und mit noch viel Schlimmeren leben!!! Denke das kann sich von uns nicht wirklich jemand vorstellen, wie qualvoll das für die Menschen sein muß. Was ist da schon ein beschissener Tag??
Vieles ist einfach zu selbstverständlich geworden und man fängt erst an es wert zu schätzen, wenn man es einmal nicht mehr hat.
Das ist heftig!
Heute im Studio habe ich mich bei einem Bekannten von mir nach seinem Trainingspartner erkundigt. Hatte ihn schon länger nicht gesehen und da man die Beiden sonst nur im Duett angetroffen hat, war ich halt neugierig. Ich erfuhr das dieser mit Darmkrebs im Endstadium im Krankenhaus liegt und es ihm furchtbar schlecht geht. Wenn ich das richtig verstanden habe ist es den Ärzten derzeit nicht möglich ihn zu operieren, da der Tumor sehr groß ist und wohl auch äußerst ungünstig liegt. Er soll jetzt am Montag erstmal einen künstlichen Darmausgang erhalten und durch Chemotherapie wird man versuchen, diesen Tumor zu verkleinern, um anschließend operieren zu können. Der Junge wird in diesem Monat gerade mal 37 Jahre alt. Ich kenne ihn leider lediglich vom Sehen und Grüßen im Studio aber spurlos geht es trotzdem nicht an mir vorbei. Wünsche ihm sehr, das die Ärzte ihm helfen können und er wieder auf die Füße kommt. Mein Bekannter, der 40 Jahre alt ist hat sich entschlossen, nächste Woche mal einen Termin zur Vorsorgeuntersuchung zu machen. Er hat soetwas noch nie machen lassen und da es wohl Vorerkrankungen innerhalb seiner Familie gibt, bekommt er jetzt doch ein wenig Angst. Zudem hatten die Ärzte auch gesagt, das es hätte mit dem Tumor nicht soweit kommen müssen, wenn sein Trainingspartner mal zur Untersuchung gegangen wäre. Zumal er wohl schon länger unter Magenschmerzen litt. Ich muß gestehen, ich habe auch noch nie so eine Vorsorgeuntersuchung gemacht und mit meinen 39 Jahren wäre es vielleicht doch an der Zeit, sich über soetwas mal Gedanken zu machen.
Morgen früh gegen 8Uhr holt mich der Jörg von zu Hause ab. Ich begleite ihn und seine Freundin Caro nach Ostfriesland, wo für Jörg wieder eine Gerichtsverhandlung ansteht. Freue mich darüber ihm ein bißchen moralisch bei stehen zu können und auch darüber, endlich seine Freundin kennen zu lernen. Ich wünsche mir sehr, das diese Verhandlung für den Jörg endlich mal einen positiven Verlauf nehmen wird und ihm Auftrieb gibt.
Ich habe Euch
letzte Woche von unserer neuen Mitpatientin erzählt,die uns von ihrer schweren Kindheit berichtet hat, in der sie vonihrem Vater und älteren Bruder mißbraucht und gequält wurde. Heute haben wir von unserem Therapeuten erfahren, das sie seit 3 Tagen in einer Klinik in Solingen auf der Intensivstation liegt. Sie hatte einen schweren Herzanfall. Was muß diese arme Frau denn noch alles mitmachen. Ich hoffe sehr das man ihr helfen kann und es ihr bald wieder besser geht. Wünsche ihr viel Kraft das alles durch zu stehen.
Die Erlebnisse
in der gestrigen Selbsthilfegruppe hängen mir immer noch ziemlich nach aber das ist nicht allein der Grund, warum ich mich zur Zeit gar nicht gut fühle. Ich habe Euch vor einigen Tagen berichtet das ich mein Gewichtsproblem, welches von meinem Ostseetrip mit meinen Eltern heruft, schon recht gut wieder im Griff habe. So gesehen stimmt das auch, ich wieder mittlerweile sogar wieder fast 5 Kilo weniger. Allerdings habe ich Euch verschwiegen das ich rückfällig geworden bin und seitdem ich wieder zuhause bin kaum mehr esse und das, was ich zu mir nehme, anschließend wieder zur Toilette bringe. Ich weiß es ist falsch und ich bin alles andere als stolz auf mein Verhalten. Schäme mich dessen sogar. Hätte auch nicht gedacht das ich es jemals wieder soweit kommen lasse aber dieses Unwohlsein und mein Spiegelbild waren einfach stärker. War wirklich der Meinung ich sei mittlerweile stark und vernünftig genug um nie wieder mit diesem Scheiß anzufangen. Irrglaube. Das Programm existiert weiterhin irgendwo in den Gehirnwinden und ein kleiner Anstoß kann schon ausreichen, um es wieder ans Laufen zu bringen. Muss zusehen das ich das schnellstmöglich unterbinde bevor es wieder die Eigendynamik entwickelt, wie ich sie über gut 2,5 Jahre mitgemacht habe. Hab grad das Gefühl das ich in all den Jahren nichts dazugelernt habe. Shit