Ich habe Euch

letzte Woche von unserer neuen Mitpatientin erzählt,die uns von ihrer schweren Kindheit berichtet hat, in der sie vonihrem Vater und älteren Bruder mißbraucht und gequält wurde. Heute haben wir von unserem Therapeuten erfahren, das sie seit 3 Tagen in einer Klinik in Solingen auf der Intensivstation liegt. Sie hatte einen schweren Herzanfall. Was muß diese arme Frau denn noch alles mitmachen. Ich hoffe sehr das man ihr helfen kann und es ihr bald wieder besser geht. Wünsche ihr viel Kraft das alles durch zu stehen.

Die Therapie

bzw. die anschließende Selbsthifegruppe war heute für mich ziemlich hart und schockierend. Wir haben eine neue, 57 jährige Mitpatientin, der wir die ganzen 2 Stunden SHG Zeit zur Verfügung gestellt haben um ihr die Möglichkeit zu geben, über ihre unglaublich schlimme Kindheit zu erzählen. Ich möchte hier jetzt gar nicht so genau ins Detail gehen und alle Einzelheiten berichten, die sie uns anvertraut hat. Ein Mal aus Respekt vor ihr und zum Anderen, weil es mich wahnsinnig bewegt und traurig gemacht hat. Sie ist damals viele Jahre lang von ihrem Vater und dem 10 Jahre älteren Bruder sexuell missbraucht und gequält worden. Ihre Mutter, die davon wusste hat einfach weggesehen und ihr in keinster weise geholfen. Sie hat uns von Dingen erzählt die diese Monster mit ihr anstellten, das bei nahezu allen von uns die Tränen nur so geflossen sind. Noch heute wird sie immer wieder in Alpträumen von diesen schlimmen Erlebnissen heimgesucht und zerbricht daran. Es war ihr in ihrem ganzen Leben auch nie wieder möglich, Vertrauen zu einen männlichen Person aufzubauen geschweige denn, eine Partnerschaft einzugehen. Für mich war es bisher die bewegenste Sitzung überhaupt und ich war auch nicht in der Lage, ihr in irgendeiner Form beizustehen. Mir fehlten einfach die Worte und ich war total schockiert. Wie grausam können Menschen nur sein. Und dann sogar noch die eigenen Familienmitglieder. Mir tut diese Frau so schrecklich leid.

Heute werde

ich den ganzen Tag über in D’dorf sein. Neben der Einzel- und der Gruppentherapie, besuche ich anschließend am Nachmittag gleich auch noch meine neue SHG. Bin gestern noch von Joachim angerufen worden, der ebenfalls zu meiner Zeit in der Klinik war und fragte, ob ich bereits heute schon dabei sein möchte. Mein Wechsel hat sich wohl schon rum gesprochen und ich freue mich auch darauf, bekannte Gesichter wieder zu treffen.
Unser Kinotrip gestern mit der alten SHG war recht lustig wobei mich der Film nicht ganz überzeugen konnte. War dennoch ein schöner Abend und wir hatten ne Menge Spaß. Wünsche euch allen einen angenehmen Tag. LG JES

Kino ist angesagt

Nach dem Büro geht es heute ja wieder nach D’dorf zur Selbsthilfegruppe. Allerdings für mich das Letztemal in der Mittwochsgruppe. Ich werde zu der SHG am Donnerstag wechseln, da ich an diesem Tag eh von morgens an in D’dorf bin, die SHG unmittelbar nach meiner Problemlösegruppe beginnt, ich viele von den Leuten schon kenne und ich somit nur noch einmal die Woche nach Düsseldorf fahren muss.
Wird heute also meine letzte Sitzung in alter Besetzung und wir werden im Anschluß noch alle gemeinsam ins Kino gehen. Glaube es wird der Film „Das Born Ultimatum“. Kennt den schon jemand von Euch? Die ersten Beiden Teile haben mir persönlich sehr gut gefallen und somit freue ich mich auch schon richtig auf heute abend.

P.S.
Spätestens am Freitag erfahre ich wohl von meiner Schwester, was jetzt aus dem Australienurlaub wird. Sie hat mich angerufen und mir gesagt, das sie sehr zuversichtlich ist, das D. doch mit ihr fliegen wird. Allerdings will er noch eine Untersuchung am Donnerstag beim Kardiologen abwarten. Bei ihm wurden Herzrhytmusstörrungen festgestellt.

Heute habe

ich einiges vor und es wird ein langer Tag. Fahre jetzt gleich nach Düsseldorf zur Einzeltherapie und anschließend wieder in die Klinik zur Problemlösegruppe. In der Selbsthilfe habe ich gestern erfahren, das unsere Kollegin, die einen Drogenrückfall hatte, für 6 Monate stationär in Lintorf eingewiesen wurde. Sie möchte ich heute auch noch unbedingt besuchen gehen. Anschließend werde ich noch für meinen Kurztrip nach Norddeich einiges einkaufen müssen, da ich mich in der Ferienwohnung ja selbst verpflege und nicht genau weiß, ob ich morgen Abend vor Ort noch Gelegenheit dafür habe. Letztlich will ich dann noch schnell bei meinen Eltern vorbei um mich zu verabschieden. Wünsch Euch allen einen angenehmen Tag. LG J-E-S

Auf nach Düsseldorf

Heut steht wieder ein ganzer Tag Therapie in Düsseldorf an. Zunächst die ambulante Einzeltherapie und anschließend zwei Gruppensitzungen in der Klinik. In unserer Selbsthilfegruppe ging es gestern leider wenig erfreulich zu. Eine ehemalige Mitpatientin, die ich sehr mag und mit der ich mich auch gut verstehe, hatte nach jetzt gut 2 Monaten Drogenabstinenz einen herben Rückfall und war ziemlich am Boden zerstörrt. Der enorme Druck in ihrem Job und die familiäre Situation sind ihr bereits kurze Zeit nach Entlassung aus der Klinik wieder voll über den Kopf gewachsen. Hinzu kommt wohl auch das sie es nicht geschafft hat sich von dem privaten Umfeld, in dem der Drogenkonsum auf der Tagesordnung steht, hat lösen können. Es tut mir für sie unheimlich leid da sie ein ganz toller Mensch ist, eine extrem schwierige Kindheit hinter sich hat und es bisher alles andere als leicht in ihrem Leben war. Schön finde ich, das sie trotzdem zur Selbsthilfegruppe kam und sich uns anvertraute. Wir können ihr jetzt nur zu verstehen geben, das wir für sie da sind und sie unterstützen. Sie hat sich jetzt entschlossen noch einmal für längere Zeit stationär in eine Entzugsklinik zu gehen und erneut zu versuchen, von dem Zeugs weg zu kommen. Werd sie auf alle Fälle regelmäßig besuchen fahren.
So, jetzt wirds für mich aber auch Zeit den Bus gen Düsseldorf zu nehmen. Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag. LG J-E-S

Der Urlaub mit meinem Vater

Wie versprochen will ich Euch kurz von der gemeinsamen Woche mit meinem Vater auf Mallorca berichten. Abgesehen davon, das wir ein tolles Hotel mit vielen Sportmöglichkeiten, super Essen und spitzen Wetter erwischt haben, stand ja eigentlich etwas ganz anderes im Vordergrund. Ziel war es, das wir uns wieder näher kommen und uns gegenseitig besser verstehen lernen. Und ich muß sagen, meine anfänglichen Bedenken zu dieser Aktion haben sich recht schnell in Luft aufgelöst. Wir haben unheimlich viel miteinander gesprochen und diskutiert, teilweise sogar recht hitzig da wir ja doch sehr unterschiedlich denkende und fühlende Menschen sind. Dennoch haben wir es immer wieder geschafft, auf eine emotional vernünftige und konstruktive Ebene zu gelangen. Denke das wir beide im Laufe der letzten Monate viel dazu gelernt haben und auch bemüht sind, die jeweils andere Seite verstehen zu wollen. Besonders meinem Vater will ich hier ein großes Kompliment machen. Er scheint sich während der Zeit in der wir keinen Kontakt hatten viel mit den Themen „Depressionen, Panikattacken und Angststörrungen“ auseinandergesetzt zu haben und es war mir möglich, auf ganz anderen Ebenen wie früher mit ihm zu reden. Er hat ein ganz anderes Verständnis entwickelt was es mir erleichtert hat, völlig offen über alles reden zu können. Gleichwohl gelang es mir dann auch viel besser, mich mit seinen Gedankensweisen und Ansichten auseinander zu setzen und darüber nach zu denken. Er hat mir deutlich gemacht, das es für ihn das Wichtigste ist, das es mir gut geht und ich gesund werde. Was beruflich aus mir wird, ob ich einen Job habe oder nicht, ob ich erfolgreich sein werde oder nicht, viel oder wenig Geld verdiene ist für ihn absolut zweitrangig. Er sei schon immer stolz auf mich gewesen. Das sind alles Worte die in erster Linie zunächst einmal gut tun und beruhigen. Dennoch bleibt bei mir eine gewisse Portion Skepsis erhalten, aufgrund der Geschehnisse in der Vergangenheit, die ich noch nicht ganz loslassen kann. Vieleicht ist eine gewisse Vorsicht ja auch nicht unbedingt verkehrt.
Neben den vielen Gesprächen haben wir es uns natürlich auch sonst richtig gut gehen lassen. Wir haben jeden Tag Tennis gespielt, haben uns Mountainbikes geliehen und die Gegend erkundet, sind viel geschwommen, haben die Sonne genossen, sind Jetski gefahren, haben viel gegessen und jeden Abend leckere Cocktails getrunken. Es war wrklich eine sehr intensive und schöne Woche die ich mit meinem Vater verbracht habe und ich bin froh, das alles so gut gelaufen ist. Denke das wir beide einen großen und wichtigen Schritt gegangen sind.

Gestern bin ich dann auch leider wieder ein Jährchen älter geworden. Ich müßte jetzt irgendwo in den dreißigern liegen :-). Nach vielen Jahren hab ich diesen Geburtstag dann auch ganz im Kreise der Familie gefeiert. Meine Eltern und meine beiden Schwestern samt Anhang. Wir haben uns zunächst bei mir zum Kaffee getroffen und sind dann am frühen Abend ins RRZ zum bowlen gefahren. Ich hatte vorab eine Bahn für 3 Stunden samt Essen gemietet. Es war ein super lustiger Abend und wir haben viel gelacht. Vorallem auch über unsere Bowlingkünste :-).

Euch allen wünsche ich einen guten Start in die neue Woche. LG J-E-S

Unentschieden

Nebem einem schönen PKW besitze ich seit Jahren ein Motorrad. Schöne Geländemaschine. Diese ist nun seit fast einem Jahr kaputt. Ich überlege die ganze Zeit, ob ich die dieses oder nächstes Wochenende mal wieder fertig machen soll oder ob ich diese lieber verkaufe. Einerseits liebe ich das fahren mit Maschine andererseits komme ich zur Zeit nicht wirklichd azu mich um die Reparatur zu kümmern. Muss mal schauen wie ich das mache.

Heute Nachmittag wieder Therapietermin bei meinem neuen Arzt. Ich muss gestehen, das ist der erste männliche Psychodoc den ich freiweillig ausprobiere. Bisher war ich immer nur bei Frauen. Ob diese Veränderung jetzt etwas bringt wird man auch erst in ein paar Wochen/Monaten sehen. Heute ist wieder ein Tag an dem ich gerne auf der Couch liegen würde. Gestern war zwar schön und abwechslungsreich, die Selbsthilfegruppe empfand ich gestern aber als recht anstengend. Soviele Info´s auf einen Schlag ist manchmal nicht zu verarbeiten. Kennt ihr das Gefühl, plötzlich zu zu machen und nichts mehr aufnehmen zu können? Ätzend sage ich euch.

Liebe Grüße an alle J-E-S

Volles Programm

Heute habe ich mal wieder richtig volles Programm. Sehr schön. Gleich erst mal 2 Stunden Sport machen. Danach zur Arbeit und dann von da aus wieder zur Selbsthilfegruppe. Dazwischen ein bischen bloggen :-), wenn die Zeit es zulässt.

Trotz allem freu ich mich immer wieder wenn ich Tage habe, an denen ich wirklich viel zu erledigen habe. Irgendwie kommt einem das hier und jetzt dann nicht so sinnlos vor, als wenn man den ganzen Tag zu Hause sitzt und nicht weiß was man mit sich anfangen soll. Das Gefühl die Zeit die man für sich hat, nicht richtig zu nutzen gefällt mir ganz und gar nicht. Eines ist wirklich so, wir haben nur das eine Leben! Dieses sollten wir genießen wenn wir können. Freitag Abend treffe ich den Liebeskasper um mal wieder was trinken zu gehen. Freu mich drauf.

Umzug kommt auch in großen Schritten näher. Wenn alles klappt, kann ich ab dem 16.08. schon beginnen meine Sachen nach und nach rüber zu bringen. Fänd ich super. Habe ich noch mehr Zeit mich wirklich nach meinen Wünschen einzurichten ohne zu hetzen. Bis bald.

Neuer Tag neues Glück?

Bin heute ab 14 Uhr wieder im Büro. Habe zwar schon wieder ein komisches Bauchgefühl, werde aber schauen das ich probiere den Tag auf der Arbeit bestmöglichst zu meistern. Muss ja nicht so laufen wie amn Montag. Zudem habe ich heute Abend auch wieder Selbsthilfegruppe. Werde da das Problem auch einfach mal ansprechen und schauen was die Anderen so dazu sagen können.

Aus der Kirmes wurde gestern Abend nichts weil es hier geregnet hat wie aus Eimern. Heute morgen sieht das Wetter auch nicht besser aus. Trotz allem werden wie 100 %ig später am Abend ne kleine Runde über die Kirmes gehen. Einfach mal schauen. Ich merke aber auch das ich ein wenig Ruhe und Ablenkung benötige. So wie es ausschaut kann ich schon 2 Wochen vorher in die neue Wohnung. Habe also genug Zeit zum streichen und zum umziehen. Wenigstens hat das funktioniert 🙂

Es ärgert mich auch, das ich seit Tagen keine Zeit gefunden habe ins Fitnessstudio zu gehen. Werde das ab morgen auf jeden Fall ändern und wieder fest in den tagesplan integrieren. Bis dann…