4. September 2007
verlief zwar alles andere als entspannt für mich aber zumindest gab es keine weitere Panikattacke. War dennoch extrem unsicher, nervös und in ständiger Erwartungshaltung. Es ist wie Jagolina es beschrieben hat. Die Angst vor der Angst! Ständiges auf der Hut sein, in sich hinein horchen in dem Glauben, gleich geht es wieder los. Kaum fähig los zu lassen und die Gedanken zu ignorieren. Sie kommen einfach, ob ich es will oder nicht. Dementsprechend schwierig ist es für mich auch mich auf die Arbeit zu konzentrieren und ich werde extrem langsam. Jeder Handgriff, jede PC Eingabe, alles überprüfe ich 5-6 Mal und bin dennoch im Glauben, ich habe Fehler gemacht. Das ist so anstrengend und ich mache mir Vorwürfe bezüglich meiner Arbeitsleistung. Im Grunde bin ich in dieser Verfassung mein Gehalt nicht wert und habe ein schlechtes Gewissen meinem Chef und der Kollegen gegenüber. Hoffentlich bekomme ich das bald in den Griff.
Nach der Arbeit gab es dann noch etwas Positives und einen Grund zur Freude für mich. Bin noch zu meinen Freunden Michael und Manfred gefahren die sich, wie ich ja gebloggt habe, dem Problem mit meinem Motorrad angenommen haben. Sie haben gestern und heute daran rum geschraubt und als ich ankam, montierten sie grade den gereinigten Vergaser. Die beiden haben einiges daran gemacht. Neues Öl + Filter, neue Bremsflüssigkeit, neue Kerze + Kerzenstecker, neue Batterie und eine Vergaserreinigung. Dann kam der große Moment und nach 6 Startversuchen lief mein Maschinchen
. Klasse, bin sofort nach Hause, hab die Motorradklamotten angezogen und dann ab zum TÜV. Sie war ja schon etwas über ein Jahr überfällig. Ist problemlos drüber gegangen und jetzt kann ich endlich wieder fahren
. Alles in allem war ich mit gut 80 Euro für die Materialien dabei und bin happy das nichts ernstes defekt war. Bin sicher, bei KTM hätten die mir mindestens das Dreifache abgenommen. Hier mal ein Foto, damit ihr mein geliebtes Bike auch mal sehen könnt. LG JES


wie überhaupt nicht schlafen können nach dem Erlebnis von gestern und werd auch diese Angst nicht los, das jetzt wieder alles von vorne beginnt. Natürlich ist mir bewusst das es immer mal wieder Rückschläge geben wird. Das theoretische Wissen davon ist die eine Sache, wenn sie dann eintritt, heftig und ohne Vorwarnung, ist das eine ganz andere Sache. Naja, es nützt ja nichts. Ich muss da irgendwie durch. Fange heute um 10 Uhr an zu arbeiten und bin gespannt, wie der Tag verläuft. Allein der Gedanke ans Büro und die Arbeit lösen schon wieder diese Stiche in der Brust und Kurzatmigkeit bei mir aus. Und das, obwohl nicht das geringste passiert ist. Schon heftig was allein deine eigenen Gedanken, selbst wenn sie unbewusst ablaufen, für starke, körperliche Reaktionen auslösen können. Die Macht der Gedanken!! Also dann, wünsche Euch einen schönen Tag. Bis bald, JES
3. September 2007
aber heute hatte ich im Büro das erste Mal seit dem ich raus bin aus der Klinik mal wieder eine richtig heftige Panikattacke. Kann mir einfach nicht erklären wieso das jetzt passiert ist. Es ging um Arbeiten die ich schon x-mal gemacht habe und plötzlich ging es wieder los. Schweißausbrüche, Herzstiche, Taubheitsgefühle in Armen und Beinen. Das Gefühl von Atemnot, Angstgefühle und eine völlige Blockade im Kopf. Scheiße!! Nichts ging mehr, saß wie abwesend am Schreibtisch und war für Minuten nicht ansprechbar. Wie aus dem Nichts war sie da, ohne Vorwarnung. Mein Chef schnappte mich dann nach einiger Zeit und ging mit mir nach draußen an die frische Luft. Es hat fast eine Stunde gedauert bis ich wieder einigermaßen runter kam. Verdammt wie soll das nur weiter gehen mit mir. Was, wenn das jetzt wieder richtig los geht? Lange wird das auch der beste Chef nicht mitmachen können. Er gelassen und beruhigend reagiert aber besorgt ist er trotzdem. Dabei war ich heute morgen noch so gut und fröhlich drauf nach meinem schönen Wochenende. Es ist so zum kotzen das ich es ganz offensichtlich einfach nicht schaffe davon los zu kommen. Das Erlebnis von heute zieht mich schon wieder deutlich spürbar nach unten und bereitet mir große Angst.
20. August 2007
ich gestern aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses und Schlafentzug fast den ganzen Tag out of order war, gehts mir heute wieder recht gut. Obwohl die erste komplette Nacht in der neuen Wohnung für mich noch sehr ungewohnt und unruhig war. Denke aber das ist völlig normal und wird sich geben. Im Büro läuft es zur Zeit auch recht ordentlich, um es vorsichtig auszudrücken. Vielleicht versuche ich in ein – zwei Wochen mal die Stundenzahl zu erhöhen um zu sehen, wie ich dann klar komme. Druck diesbezüglich wird mir aber keiner gemacht. Nur das finanzielle könnte ausschlaggebend für meine Entscheidung sein. Ich verdiene logischerweise durch die geringe Stundenzahl deutlich weniger Geld und muß jeden Monat auf Erspartes zurück greifen. Noch brennt es nicht aber irgendwann neigt dieser Puffer auch mal dem Ende zu.
Glücklicherweise habe ich mir für die neue Wohnung nicht allzu viel Neues anschaffen müssen. Denke die muß auch nicht von Beginn an perfekt eingerichtet sein. Hier kann ich nach und nach immer mal wieder was dazu kaufen. Allerdings brauchte ich noch Lampen für die Küche, das Wohn- und das Schlafzimmer, welche ich mir eben recht günstig gekauft habe. Werd mich jetzt mal mal mit meinen 2 linken Händen ans Werk machen. Euch allen einen schönen Wochenbeginn. LG JES
9. Juli 2007
Irgendwie graut es mir immer vor dem Montag und somit dem Wochenstart. Oftmals bin ich nach dem Wochenende so gerädert, das ich nochmals 1-2 Tage Frei bräuchte. Heute wieder arbeiten. 14 Uhr geht es los. Heute mache ich mal wieder lieber die Nachmittagsschicht. Freitag kann ich ja nochmals Vormittags los ziehen
Eigentlich sollte ich hier auch langsam eine bestimmte Ruhe mit mir bringen. Läuft ja wirklich besser als gedacht. Nach der Arbeit wieder zu Ulli und Henning um die letzten Feinheiten der Hochzeit fertig zu stellen oder zu entscheiden.
Mein Wochenende war trotz allem besser und lustiger als ich Freitags noch dachte. In Mülheim war am Samstag die Ü30 Party. Also sind wir da mit 4 Leuten insgesamt hingegangen. Alle um die 30-40 Jahre alt. Was mir und meiner Angst oder besser meinen Bedenken super entgegen kam, es war diesmal nicht wirklich voll in dem Club. Ich hatte genug Platz um mich einfach mal aus der Menschenmasse zurück zu ziehen und aus dem Hintergrund zu beobachten. Der Alkohol tat sein übriges dazu
Erst haben wir alle Bier getrunken und irgendwann brachte einer ne Runde Longdrinks mit. Diese Runde haben wir dann natürlich erweitern müssen. Gegen 3 Uhr war ich dann recht angeheitert und doch zufrieden zu Hause und war froh in mein Bett zu gleiten.
Sonntag habe ich mir die Formel1 angeschaut und Wimbeldon. Schön anzusehen wenn man nicht von der Couch hoch will
Einen schönen Wochenbeginn für alle.
6. Juli 2007
Ich freue mich auf dieses Wochenende sehr. Einerseits ist wieder Formel 1, andererseits werde ich morgen probieren über meinen Schatten zu springen und mit zwei Freunden probieren in einen Club zu gehen um zu feiern. Bisher habe ich ja das in den letzten Jahren umgangen wenn ich konnte weil sich Platzängste breit machten. Trotz allem sind die beiden gute Freunde die morgen mit mir gehen. Sofern ich also wirklich nach ner halben Stunde nicht mehr kann, wird mir niemand böse sein das ich gehe.
Heute war ich schon am Morgen im Büro. Habe gedacht ich probiere mal die Stresszeit im Büro mitzunehmen um zu gucken wie ich mich dabei fühle. Lief zumindest besser als ich selber dachte. War zwar stressig im Sinne von viel Kleinkram in kurzer zeit abgearbeitet aber trotz allem auch mal die anderen Kollegen gesehen die oftmals schon weg sind wenn ich komme. Alles in allem gut verlaufen. Mache mir trotz allem Gedanken dazu ob das auch in Zukunft so positiv verläuft. Man wird sehen.
Gestern Abend mit Tanaja im Centro gewesen. Habe voll schöne neue Pumaschuhe gefunden. Wobei ich nach solchen Käufen immer schlechtes Gewissen habe ob ich zu viel ausgegeben habe.
5. Juli 2007
Gestern auf der Arbeit war es wirklich nicht schlecht. Ich bemerkte schnell, das meine Gedanken und meine Ängste die ich morgens schon entwickelte vollkommen fehl am Platze waren. Aufgrunddessen, das ich Montags auf der Arbeit so Panisch war, haben sich die Kollegen etwas übrlegt. Zur Zeit bekomme ich Arbeiten/Aufgaben die immer auf 1-1,5 Std. Ausgelegt sind. Dieses soll mir die Angst nehmen, zeitlich zu versagen. Fand ich mehr als Nett die Idee. Der Chef gesellte sich irgendwann mit einem Kaffee zu mir und wir unterhielten uns gut ne halbe Stunde über die weitere Vorgehensweise und darüber wie man mir noch besser helfen könnte. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie verduzt ich aus der Wäsche geschaut habe, das mir soviel Hilfe und Verständnis entgegen gebracht wird. Ich habe dann trotz allem klar gestellt, das ich es lernen muss auch in diesen kleinen Drucksituationen mich den Dingen zu stellen, das es mir aber sehr helfen würde, wenn meine Arbeitsergebnisse zwischendurch einfach mal geprüft werden würden und man mir Feedback gibt. Also, umsonst verrückt gemacht
In der Selbsthilfegruppe habe ich dieses Thema dann nochmals aufgegriffen. Hier wurden mir viele praktische Tip´s mit an die Hand gegeben. Atemübungen die ich zwischendurch machen könnte, um den Block laufen oder auch öfter nach Hilfe fragen wenn es um die Arbeit selbst geht und vieles mehr. Mal schauen was ich davon umsetzen kann.
Gegen 20 Uhr war ich dann zurück und traf direkt die Freunde um auf die Kirmes zu gehen. Da ich eh kein Typ für die ganzen Leckereien auf der Kirmes bin, freute ich mich auf ein Glas Bier und einige Fahrgeschäfte die dort waren. Abend ist recht gut ausgeklungen. Konnte mich auch ablenken und einfach mal für 1-2 Stunden 7 gerade sein lassen.
Heute Abend treffe ich mal wieder nach einigen Tagen der Funkstille Tanja. Wir wollen wohl ein wenig im Centro shoppen gehen und dann gucken wir mal was noch gemacht werden kann.
4. Juli 2007
Bin heute ab 14 Uhr wieder im Büro. Habe zwar schon wieder ein komisches Bauchgefühl, werde aber schauen das ich probiere den Tag auf der Arbeit bestmöglichst zu meistern. Muss ja nicht so laufen wie amn Montag. Zudem habe ich heute Abend auch wieder Selbsthilfegruppe. Werde da das Problem auch einfach mal ansprechen und schauen was die Anderen so dazu sagen können.
Aus der Kirmes wurde gestern Abend nichts weil es hier geregnet hat wie aus Eimern. Heute morgen sieht das Wetter auch nicht besser aus. Trotz allem werden wie 100 %ig später am Abend ne kleine Runde über die Kirmes gehen. Einfach mal schauen. Ich merke aber auch das ich ein wenig Ruhe und Ablenkung benötige. So wie es ausschaut kann ich schon 2 Wochen vorher in die neue Wohnung. Habe also genug Zeit zum streichen und zum umziehen. Wenigstens hat das funktioniert
Es ärgert mich auch, das ich seit Tagen keine Zeit gefunden habe ins Fitnessstudio zu gehen. Werde das ab morgen auf jeden Fall ändern und wieder fest in den tagesplan integrieren. Bis dann…
3. Juli 2007
Gestern auf der Arbeit habe ich echte Panikmomente durchleben müssen. Eigentlich lief alles wie immer. Normale leichte und doch zeitintensive Arbeiten erledigt. Mitten drinn merkte ich dann, wie die Unruhe in mir aufstieg. Ich merkte förmlich wie mir die Luft zum atmen genommen wurde und wie sehr ich Anfing Schweißperlen auf der Stirn zu entwickeln. Irgendwas hatte mich innerlich dazu veranlasst mir Druck zu machen, um mit den Aufgaben innerhlab meiner drei Stunden fertig zu werden. Ich kann schlecht beschreiben wie beengend ich die ganze Situation fand. Einer Kollegin ist dieses auch aufgefallen. Sie sprach mich an und riet mir dazu, mit ihr vor die Tür zu gehen um eine zu rauchen und einfach mal durch zu atmen. Der Vorschlag selbst war natürlich sehr nett gemeint. Ich verfiel in dem Moment aber leider in mein Denkmuster, das ich hierbei noch mehr Zeit verlieren würde für die Aufgaben die anstanden. Trotz allem ließ ich mich überreden und ging für 5 Min. mit vor die Tür. Hier war es mir dann möglich zwar etwas Luft zu schnappen, die innere Unruhe stieg aber stetig an. Ich zwang mich trotz allem dazu, den Tag und die Stunden durchzuziehen. Nachdem ich dann heim fuhr, um den Mietvertrag unterschreiben zu gehen, brauchte ich fast 30 Min. um mich wieder zu beruhigen. Solche Situationen und dann so unverhofft machen mir gewaltige Angst. Ich hoffe nicht das dieses der Anfnag vom Ende ist. (Aber ich schriebe diese Zeilen hier und merke selbst wie negativ ich heute morgen wieder drauf bin)
In Mülheim ist Kirmes. Ich denke, heute Abend werde ich mit einigen Freunden mal dort rüber gehen um einfach mal an was anderes zu denken. Schönen Tag noch.
2. Juli 2007
Bin schon seit sechs Uhr auf. Habe mich sofort angezogen um mit Kimba ne Runde zu laufen. War um 7.45 Uhr zurück und dann begann es zu regnen. Super Wetter wenn man bedenkt das es Sommer ist. Ärgert mich schon ein wenig und schlägt mir auch auf´s Gemüt.
Heute gehe ich den Mietvertrag unterschreiben. Aus diesem Grunde gehe ich jetzt auch mal eben 3 Std. arbeiten. Freue mich voll, das ich das endlich fest machen kann und nichts mehr dazwischen kommt. Einfach schön. Das nennt man Planungssicherheit. Heute Abend eventuell mit meinem Vater zum tennis spielen. Habe nicht wirklich Lust, denke aber, das dieses der Situation dienlich sein könnte. Muss ich einfach spontan heute Abend entscheiden. Wochenende war sonst sehr angenehm und auch recht entspannt. Habe mir also mal wieder mehr Gedanken gemacht als nötig. Wie ärgerlich.