Hab die letzte Nacht so gut wie kein Auge zu gemacht, so sehr hat mich mein erster Tag beschäftigt. Versteh nicht wieso mir das alles so eine Panik machen kann. Mußte wirklich damit kämpfen heut wieder hin zu fahren und das Ganze nicht einfach sein zu lassen. Aber mit weglaufen ist mir nicht geholfen. Hab mich letztlich dazu gebracht weiter zu machen und durch zu halten bis zum Schluß. Allerdings brachte mich meine Nervosität dazu, heute morgen völlig in Negativ-Gedanken versunken den falschen Bus zu betreten. Wie blöd muß man sein? Naja, kam dann gleich mal am zweiten Tag etwa eine Stunde zu spät und hab die morgendliche Befindungssitzung verpasst (war nicht böse drum). Hab dann meinen Tagesstundenplan bekommen und freudig festgestellt, das heute nur Erstgespräche mit dem Ergotherapeuten und der Sporttherapeutin, sowie EKG, Blutabnahme und Rückengymnastik anlagen. Die wollten mir wohl noch einen Schontag gönnen
. Ich war wirklich froh darum, denn Einzelgespräche fallen mir bedeutend leichter. Finde schön das ich 2x die Woche auch Sportgruppe habe, wo es mal nicht um die Problemwälzung geht sondern einfach nur um die gesunde Bewegung und die Möglichkeit, mal für 1-2 Stunden abzuschalten. In der Ergotherapie werde ich mit kreativien Tätigkeiten konfrontiert. Zum Beispiel, Korbflechten, Seidenmalerei, Töpfern etc. Sowas kenne ich noch nicht und weiß aber auch nicht, was ich davon halten soll. Naja, wofür das gut ist bzw. was damit erreicht werden soll, sehe ich ja dann.  Den Anderen gegenüber war ich heute leider nicht aufgeschlossener als gestern. Spüre wie ich mich zurück ziehe, eine Mauer aufbaue und niemanden an mich ran lasse. Damit mache ich es ihnen sicher nicht leicht mit mir in Kontakt zu treten, selbst wenn sie es wollten. Wirke sicher auch wieder sehr arrogant und abweisend. Ich weiß das es schlecht für mich und natürlich auch für alle anderen ist aber zur Zeit haben mich die Ängste noch zu sehr im Griff. Ich versuche die totale Kontrolle über mich zu bewahren. Hab mir aber fest vorgenommen nächste Woche einen Schritt auf die Leute zu zu gehen. Einen positiven Lichtblick gab es dann heute aber doch noch. Habe es in der Befindlichkeitssitzung am Nachmittag zumindest geschafft den Anderen zu sagen, aus welchen Gründen ich in die Klinik gekommen bin und was ich für mich hoffe, erreichen zu können.  Verspüre jetzt schon eine kleine Erleichterung. Step by Step! Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.Â
23. März 2007
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…gut!
Kommentar von Lebefrau — 24. März 2007 @ 08:18
Ich denke die anderen koennen Dich ganz gut verstehen, die sind ja auch nicht aus Spass dort, sondern weil sie Probleme haben! Mach Dir also keine Gedanken, dass Du arrogant rueberkommen koenntest. Vermutlich haben sie eher Mitleid, weil es ihnen womoeglich genau gleich geht/ging.
Kommentar von Codo — 24. März 2007 @ 08:44
Hallo Codo,
ja Du hast sicher Recht. Es wird wahrscheinlich den meisten so ergangen sein bzw. werden sie sich ähnlich gefühlt haben wie ich jetzt, als sie ihren ersten Tage hatten. Wird schon werden
Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 24. März 2007 @ 16:57
Habe mal einen Film gesehen “Hallo Dr. Bob” hiess der glaub. Bill Murray spielte einen Patienten und ein anderer, dessen Name ich mir nicht merken kann, seinen Therapeuten. Und der Therapeut hat zu ihm gesagt wie er das Ganze angehen soll und zwar “Babysteps, only Babysteps”…
Du schaffst das!
Kommentar von Christine — 24. März 2007 @ 17:43
Go go gooooo! Du schaffst das!
Kommentar von TBH — 24. März 2007 @ 20:13
Hallo Christine,
nur so kann es wahrscheinlich gehen. Darf einfach nicht zuviel auf einmal von mir verlangen und erwarten. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen
Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 24. März 2007 @ 20:24
@TBH
I’ll do my very best
Kommentar von Jung-Ewig-Sucht — 24. März 2007 @ 20:25
Also go for Babysteps und setzte dir erreichbare Ziele!
Kommentar von Stehauffrauchen — 24. März 2007 @ 20:52