1. Arbeitstag

Was soll ich sagen? Der erste Arbeitstag oder eher die ersten Arbeitsstunden (3 Stk.) waren besser als ich es mir vorgestellt habe. Voller Panik, hohem Puls und echter Atemnot betrat ich das Büro gestern Mittag/Nachmittag. Ich wurde von den meisten Kollegen so herzlich empfangen das ich gar nicht bemerkte wie mir geschah. Das eine Wort gab das andere und eh man sich versah war die erste Arbeitsstunde mit kleineren Gesprächen verbracht. In der zweiten Stunde traf ich meinen Chef. Wir begannen damit zu erarbeiten, welche Tätigkeiten an welchen Tagen zu meiner momentanen Situation am besten passen würden. Solche Dinge wie Ablage, Postbearbeitung oder Botendienste zwischen den Abteilungen waren unsere ersten Ideen. Das er sich diese Zeit direkt nahm führte dazu, das ich mich recht schnell beruhigte und innerlich wirklich froh war, das alles bisher so lief. In meinen Alpträumen oder meinen Gedanken der letzten Tage hatte ich mir das wirklich schlimmer vorgestellt. Mit solch einem Verständnis hätte ich wirklich nicht gerechnet. In der dritten und letzten Stunde, gingen wir durch die Abteilungen. Wir sprachen mit den Teamleitern oder Abteilungsleitern die in den nächsten Wochen auf mich treffen würden. Sie sollten vorbereitet sein.

Alles in allem fand ich das recht gut gestern. Hoffe das es die nächsten Tage auch so läuft und niemand hinter meinem Rücken über mich herzieht oder kichert. Habe trotz allem Berührungsängste was die Kommunikation angeht. Irgendwie könnten die auch alle denken, das ich bevorzugt behandelt werde… Man wird sehen. Bin jetzt erst mal zufrieden und geschafft. Heute muss ich nicht arbeiten. Dieses mache ich morgen wieder. Mal schauen.

14 Antworten auf „1. Arbeitstag“

  1. Ich glaube nicht, dass jemand über Dich herziehen wird. Wir haben hier einen Kollegen, der sich fast ein Jahr in stationäre Behandlung begeben hatte, weil er leider sehr große emotionale Probleme hatte.

    Als er zurückkam, da freuten sich alle und nach einer Woche war es, als sei er nie weg gewesen.

    Heutzutage ist es kein Manko mehr, wenn man sich helfen lässt. Im Gegenteil: die meisten Menschen wissen mittlerweile, dass sehr viel Mut dazu gehört, sich und den anderen einzugestehen, dass man alleine nicht mehr mit seinen Problemen fertig wird.

    Sich selbst belügen kann jeder!!!

  2. Das klingt doch wirklich gut. Denke, da kannst Du schon mit zufrieden sein.
    Ich glaube, Deine Leser hier haben auch nichts anderes erwartet. 😉

    Es wird immer jemanden geben, der einen nicht wirklich mag und evt. sogar dann über einen herzieht.
    Ob gesund oder krank, ist egal.
    Das gibts einfach überall, aber ich würde mir deshalb keinen Kopf machen.
    Dass Kollegen jetzt wegen Deiner Krankheit über Dich kichern, das glaube ich auch nicht. Meist haben die Leute doch mehr Verständnis als man glaubt.

  3. @Jagolina
    Lk und mein bester Freund sagen immer, das ist wie Grippe. Man ist krank und benötigt halt Hilfe. Wenn das so läuft wie mit eurem Kollegen wäre ich mehr als froh. Ich versuche auch trotz allem weiterhin positiv zu denken auch wenn das meinem Denken gar nicht entspricht. Danke dir.

    Lg J-E-S

  4. @Steffi
    Wenn dem so ist mit dem Verständnis fänd ich das super. Würde mir einiges an Angst nehmen…

    Lg J-E-S

  5. Hi J-E-S,

    wenn du offen damit umgehst, werden dir die Leute auch offen und freundlich begegnen. Erst wenn du ein grosses Geheimnis daraus machst, fangen sie an zu spekulieren. Aber ich denke, du hast nun einiges dazugelernt, und schaffst das!

    lg Kalle

  6. @Kalle
    Hallöchen Kalle,
    ich werde versuchen den Weg nach vorne zu suchen. Dazu gehört dann auch das ich offen darüber sprechen werde wenn ich darf oder auch wenn man mich darum bittet. Geheimnis ist das eh nicht mehr 🙂
    Dir einen wunderschönen Tag.

    Liebe Grüße J-E-S

  7. Manchmal machst du dir wirklich zu sehr Gedanken. Sowas musst du auf dich zukommen lassen. Und wie Kalle schon sagt, offen damit umgehen. Ist aber schön das der erste Tag so gut lief.

    Lg Jörg

  8. @Jörg
    Du hast gut reden. Für mich ist diese Lockerheit so schwer zu erreichen wie die Besteigung eines 8000ers
    Aber ich werde weiter daran arbeiten.

    Lg J-E-S

  9. @Lebefrau
    Ich werde da jetzt eh durch müssen. Gehe heute auch erst um 14 Uhr da hin. Mal sehen was Nachmittags noch zu tun ist. 🙂

    Lg J-E-S

  10. Man sollte sich nie zuviel Gedanken machen was Andere über einen denken. Es gibt selten Menschen die einem auch das Negative mitten ins Gesicht sagen. Also, solange sie nichts direkt sagen freuen sich alle dass du wieder zurück bist. Freu dich dass alle dich wieder nett empfangen haben und du in einem wirklich tollen Geschäft arbeitest.

    Ich wünsche dir für die nächsten Tage alles Gute!

  11. Wie toll ist das denn! Sei froh, dass Du solche Kollegen hast. Ist wirklich die Ausnahme. Ich finde das total gut.

    Als er mir mal so richtig schlecht ging, haben mich alle gemieden und hinter meinem Rücken über mich hergezogen. DAS sind Kollegen.
    Aber ob Du es glaubst oder nicht. ALLE haben irgendwie dafür „büßen“ müssen. Es gibt eine höhere Gerechtigkeit…

  12. @Miriam
    Ich danke dir. Schön das ich meine Gedanken hier mitteilen kann. Dir noch einen schönen Tag.

    Lg J-E-S

  13. @Bea
    Daran glaube ich auch. Jeder bekommt das zurück was er verdient. Und negative Dinge kommen immer zurück.

    Lg J-E-S

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